mit Ulrich Irnich & Markus Kuckertz
Shownotes
In Folge 85 des Digital Pacemaker Podcasts analysieren Markus Kuckertz und Ulrich Irnich gemeinsam mit Katrin J. Yuan, CEO des Swiss Future Institute, wie unterschiedlich China, die USA und Europa über Künstliche Intelligenz denken und welche strategischen Konsequenzen das für Vorstände und C-Level-Entscheider hat. Während die USA KI als Innovations- und Geschäftsmaschine mit maximalem Tempo verstehen und China auf staatliche Skalierung und pragmatische Umsetzung setzt, positioniert sich Europa zwischen Regulierung, Werten und Qualitätsanspruch. Anhand konkreter Beispiele aus Robotics und Hyperautomatisierung wird deutlich, wo Geschwindigkeit Wettbewerbsvorteile schafft, wo Regulierung bremst und warum Führungskräfte jetzt vom Diskutieren ins Handeln kommen müssen, um KI wirksam zu skalieren und strategisch zu nutzen.
Vernetzt Euch und diskutiert mit:
- Katrin J. Yuan: https://www.linkedin.com/in/katrin-j-yuan
- Ulrich Irnich: https://www.linkedin.com/in/ulrichirnich/
- Markus Kuckertz: https://www.linkedin.com/in/markuskuckertz/
© Digital Pacemaker Podcast 2026
Zusammenfassung
In dieser Episode des Digital Pacemaker Podcasts dreht sich alles um die aufkommenden Kräfte der Künstlichen Intelligenz und Robotik, präsentiert von Katrin J. Yuan, CEO des Swiss Future Institute und Vorsitzende des AI Future Council. Katrin teilt ihre Perspektiven über die globalen Entwicklungen in der KI und die Unterschiede zwischen den Herangehensweisen der USA, Chinas und Europas. Achtsam beleuchtet sie, wie die Fusion aus AI, Software, Hardware und einem dynamischen Ökosystem völlig neue Geschäftsmodelle hervorbringen wird.
Katrin betont die Unterschiede in den Denkweisen über KI und den technologischen Fortschritt zwischen Ost und West: Während die USA innovationstreibend und profitgetrieben agieren, zeigt China eine beeindruckende Schnelligkeit und staatlich gelenkte Strategien. Im Gegensatz dazu kämpft Europa, insbesondere Deutschland, um das richtige Gleichgewicht zwischen Sicherheit, Ethik und technologischem Fortschritt.
Ein zentrales Thema ist die Notwendigkeit, frühzeitig Talente zu fördern, wobei Katrin die Bildung im technischen Bereich hervorhebt. Sie kritisiert, dass Deutschland oft in zu vielen Diskussionen verloren geht, während andere Länder pragmatisch ihr ethisches Handeln mit schnellem Handeln verbinden. Für die Zukunft plädiert sie dafür, rationale Entscheidungen zu treffen und den Mut zu haben, auch unvollkommene Produkte schnell auf den Markt zu bringen.
Im Laufe des Gesprächs kommen auch Robotics und Hyperautomatisierung zur Sprache, wo Katrin auf die Verschmelzung von Maschinenintelligenz und menschlicher Interaktion hinweist. Sie beschreibt eindrucksvolle Anwendungsfälle, die von der Industrie-Robotik bis hin zu humanoiden Robotern reichen und die Potenziale der emotionalen AI erkunden.
Der Austausch zwischen Katrin und den Gastgebern wirft interessante Fragen über Deutschlands Position im globalen KI-Rennen auf. Während Katrin einen klaren Aufruf zur Verantwortlichkeit und zur aktiven Teilnahme an der technologische Transformation einfordert, betont sie auch, dass jeder Einzelne, egal in welcher Rolle, die Möglichkeit hat, einen Unterschied zu machen und an dieser aufregenden Entwicklung teilzunehmen.
Katrin schließt mit dem Gedanken, dass die Verschmelzung von AI und Robotik nicht nur unser Leben vereinfachen wird, sondern auch ernsthafte gesellschaftliche Probleme, wie Isolation und den demografischen Wandel, adressieren kann. Das Gespräch endet mit der Betonung, dass wir alle Verantwortung tragen, um eine bessere Zukunft zu gestalten, und dass die Zeit ist, diesen Weg aktiv zu beschreiten.
Transkript
Katrin J Yuan:[0:00] Spannend wird, alle Welt redet noch in unserer Hemisphäre von AI. Gleichzeitig haben wir Robotics. Für mich wird mega das Big Bang und es wird kommen. Ich bin überzeugt davon, wenn die Welten verschmelzen. AI, Software meets Hardware meets Ökosystem. Und ganz, ganz neue Businessmodelle werden da entstehen. Musik Musik Musik Musik, Musik Musik.
Markus Kuckertz:[0:37] Herzlich willkommen zum Digital Pacemaker Podcast. Lieber Uli, ich begrüße dich.
Ulrich Irnich:[0:41] Danke, lieber Markus. Du siehst, ich habe die Jacke an. Es wird langsam kalt in Deutschland und ich hoffe, ihr seid gut durch das Wetter gekommen.
Markus Kuckertz:[0:47] Unser heutiger Gast ist Katrin J. Druen, CEO des Swiss Future Institute und Vorsitzende des AI Future Council. Sie gilt als Expertin für künstliche Intelligenz, digitale Transformation und KI im Finanzwesen. Neben ihrer Tätigkeit als Dozentin an mehreren Hochschulen, darunter der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, ist sie Jury-Mitglied an der ETH Zürich und Autorin des Buchs KI-Wissen für Führungskräfte. Mit ihrem Team erforscht sie, wie sich Technologie, Vielfalt und Menschlichkeit verbinden lassen, um KI verantwortungsvoll und nachhaltig in Wirtschaft und Gesellschaft zu verankern. Liebe Katrin, herzlich willkommen im Digital Pacemaker Podcast.
Katrin J Yuan:[1:24] Herzlichen Dank. Hi Markus, Uli, geschätztes Podcast-Publikum. Ich freue mich mega, darf ich dabei sein?
Katrin J Yuan:[1:31] Grüezi wohl, bonjour, salut, ni hao aus Zürich.
Markus Kuckertz:[1:35] Wir wollen heute darüber sprechen, wie unterschiedlich China, USA und Europa über KI denken. Und wir haben uns im Vorfeld mit dir beschäftigt und haben mal drei Themenblöcke zusammengefasst. Wir wollen darüber sprechen, über den aktuellen Stand der Dinge und die Entwicklung. Nämlich das globale KI-Rennen wird derzeit von den USA durch Innovationstempo und Kapital, von China durch Skalierung und staatliche Strategie und von Europa durch Regulierung und Wertorientierung geprägt. Dann wollen wir sprechen über kulturelle Unterschiede, Herangehensweisen und Voraussetzungen. Während China kollektiv und staatlich getrieben agiert und die USA auf unternehmerische Disruption setzen, ringt Europa und besonders Deutschland noch um eine Balance zwischen Sicherheit, Ethik und Geschwindigkeit. Und zu guter Letzt wollen wir darüber sprechen, wie sich das am Beispiel Robotics und Hyperautomatisierung veranschaulichen lässt. Robotics und Hyperautomatisierung zeigen, wie sich das globale KI-Rennen in der Praxis materialisiert, dort wo kulturelle Unterschiede und strategische Ansätze plötzlich sichtbar und messbar werden. Lieber Uli, du warst zuletzt ja auch in den USA und Vielleicht hat sich daraus für dich ja ein guter Blick ergeben. Wo stehen wir denn in Deutschland eigentlich im globalen KI-Wettlauf? Und was unterscheidet unsere Herangehensweise aus deiner Sicht von den großen Playern China und den USA?
Ulrich Irnich:[2:54] Ja, vielen Dank, lieber Markus. Das ist ein ganz interessanter Punkt. Ich glaube, ich würde es nicht so sehr pauschalisieren wollen. Aber der Taxifahrer, der mich vom Flughafen in die Stadt gefahren hat, meinte, you are from Germany? Und dann meinte er, ja, wir hier in den USA, wir erfinden… Unsere Freunde in China kopieren und die Freunde in Europa, speziell in Deutschland, irreguliert.
Ulrich Irnich:[3:16] Da habe ich gesagt, naja, das kann man auch nicht so pauschalieren, aber da war schon was Wahres dran. Also wir sind teilweise immer schon schneller mit der Regulierung als mit den Dingen tatsächlich zu skalieren und zu materialisieren. Ich glaube nach wie vor, dass in Deutschland ziemlich viele kluge Leute sitzen und auch sehr gute Unternehmen unterwegs sind. Ich meine, für mich ist eines der Unternehmen, die ja wirklich als Start-up so herausscheinen, ist Black Forest Labs, die ja auch im Moment ein großer Algorithmen zur Vektorisierung von Grafiken in vielen der Programme wie Adobe und Co. unterwegs sind. Also das sind so ein paar unbekannte Shining Stars. Des Weiteren muss ich ganz ehrlich sagen, weil ich letzte Woche oder vorletzte Woche auch mit meinen ehemaligen Kollegen des Forschungszentrum Jürich unterwegs war, die zum Thema Quantencomputing, Markus, du erinnerst dich, gesprochen haben, die jetzt auch quasi aus den Ableitungen des Quantum Computing Algorithmen. Und jüngst gestern oder vorgestern announced Google, dass sie halt auch jetzt in der Software geschrieben haben, wie sie die Fähigkeiten des Quantum Computing quasi schon zwischendurch nutzen.
Ulrich Irnich:[4:23] Also ich muss mal so sagen, also Erfindergeist ist da. Wir haben auch gute Unternehmen, die unterwegs sind. Ich glaube, was uns ein Stück weit fehlt, ist tatsächlich der Mut, es deutlich stärker zu skalieren. Ja, und ich würde sagen, das ist vielleicht ein bisschen in unserer DNA, vielleicht auch ein Stück weit im Ingenieurswesen, die ja immer so versuchen, alles so perfekt zu machen. Ja, und ich glaube, da bewegen wir uns gerade so ein Stück weit. Aber grundsätzlich sind die Ausgangsvoraussetzungen auch für Europa und für Deutschland gar nicht so schlecht. Wir müssen uns jetzt nur mal ein bisschen trauen und das Stück weit nach vorne treiben.
Katrin J Yuan:[4:59] Liebe Katrin, ich bin sehr froh.
Ulrich Irnich:[5:01] Dass du heute hier bei uns bist und uns mal so ein Stück weit einen Einblick geben kannst, gerade wenn du so ein bisschen auf die unterschiedlichen Kulturen, und du bewegst dich ja zwischen den Kulturen, uns mal so ein Stück weit da abholen kannst. Und zu sagen, okay, wenn du jetzt einfach mal guckst, Mentalitätsmuster, du kennst USA gut, du kennst China gut, du kennst aber auch Deutschland und Europa ganz gut. Welche dieser Mentalmuster oder Mentalitätsmuster bremsen denn uns, jetzt speziell hier in Deutschland, im Gewandwetter?
Katrin J Yuan:[5:31] Das ist eine sehr spannende Frage. Vielen Dank, darf ich mit dabei sein. Unsere geschäftstes Podcast-Publikum, die, die mich noch nicht gesehen haben, ich sehe sehr asiatisch aus, bin, Kindheit, USA, haben wir tatsächlich noch unseren Wohnsitz, Las Vegas und dreimal im Jahr in Shanghai, wo meine Vorfahren herkommen und wir sind da auch, als auch Zürich, Kindheit, auch Deutschland, wie man vielleicht hört. Also ich bin ein wahrer, gemischt, mixed cultural Laden, wenn du so willst. Ich lebe das. Die Mentalitätsfrage und ach, das ist eine große, große Frage.
Katrin J Yuan:[6:07] Geschichte, wo fangen wir da an? Die USA fragt, how big is your vision? Wie profitabel ist die Geschichte? Wo steigen wir da ein, um die Welt ein Stück weit besser zu machen, umzudrehen, nach unseren Möglichkeiten zu gestalten? Die Chinesen kommen, sind sehr flink, sehr schnell, pragmatisch und fragen, wie schnell geht das? Geht das nicht noch schneller, besser, effektiver, pragmatisch in der Umsetzung das Ding auf die Straße zu bringen? Jetzt kann man so viel Sand anmerken. Was siehst du, die Deutschen? Sind es die Bedenkenträger, die berühmte Mentalität? Oder ist es good old Germany, made in Germany, die Quality? Vielleicht etwas aus beiden. Von den kritischen Stimmen, um da anzusetzen, was Uli auch schon meinte, wie uns andere sehen, der Blickwinkel durch die andere Brille von außen nach uns. Ja, ein Teil sicherlich sind wir vielleicht nicht bekannt als die schnellsten und unbedenksamen Menschen. Wir fragen sehr gerne nach. Einige sagen, die USA fragen, wie profitabel.
Katrin J Yuan:[7:12] China fragt, wie schnell. Und die Deutschen fragen, aber was ist, wenn? Aber könnten wir uns sehr gut in PowerPoints schlachten und Konzepte und Diskussionen auch sehr tiefsinnig? Vielleicht ist es, das sagt mir ein anderer an der Hochschulvorlesung neulichst hier in der Schweiz.
Katrin J Yuan:[7:34] Es sind einfach so viele Doktoren und schlaue Menschen in diesem Land, die müssen einfach alles diskutieren bis zum Ende. Gnade. Und wenn wir mit den PowerPoints, Theorie und Konzepte sehr gut sind, vielleicht, wenn wir das übertragen könnten auf die Prototypen, mehr auf die Machermentalität, die Deutschen und nicht mit dem Anspruch der Perfektion, nicht mit dem Anspruch des Fehlerfreistaates. Ja, und durchaus mit den Respekt, Toleranz oder sogar wie wir in anderen Ländern wie USA sie mit der Bewunderung, fail fast, fail better, stand up, learn and go quicker all the way. Ja, dass es ein Marathon ist und wenn du einmal gefallen bist, heißt das nicht, dass du schlecht bist, das heißt, du bist jetzt besser, ja, weil du diese Lektion in frühen, frühen Early Bird Jahren schon gemacht hast. Da sehe ich so die Kombination und um abzuschließen, für mich ist definitiv Time is key, in KI sowieso. Time is key, time is money, time is competitive and we are not alone. Also wenn wir das Beste aus allen Wänden nehmen, dann könnten wir mal sehr schnell noch besser vorwärts machen mit einem Zwinkern.
Markus Kuckertz:[8:41] Was würdest du denn sagen mit dem Blick auf die aktuellen Entwicklungen, wer im globalen KI-Rennen die Taktung setzt?
Katrin J Yuan:[8:49] Wer ist da vorne? Wer ist da vorne, wenn wir vorhin gerade über die Schnelligkeit sprechen, Geschwindigkeit zählt. Wer gibt den Takt an, wer gibt die Standards an? China setzt auf Geschwindigkeit, USA auf die Standards, auf die Taktung schlechthin, kommt China um die Ecke. Ja, Temu jetzt auch für Kai, was ist der Slog, Deep Seek, what’s on, what’s going on und vernichtet an einem Tag horrende Aktienwerte nur und damit es wieder etabliert wird. Also da sind wir nicht allein zwischen diesen beiden Mächten. Ich wurde sehr häufig als Keynote-Speaker eingeladen, US, China, where the heck is Europe? Also das ist die große Frage, wo wir hier die Balance halten, die Balance setzen, wie wir hier noch challengen können und was uns auszeichnet, was es noch nicht gibt. Die Würze in der Suppe, sind wir der Salz, sind wir das Kernige, sind wir die Diskussion, sind wir wirklich nur der Regulierer oder sind wir noch viel mehr auch in der Qualität im Tiefgang?
Katrin J Yuan:[9:54] Da sage ich mal, wir sind etwas mehr als nur das Salz in der Suppe und uns darf es auch nicht fehlen. Wer will denn schon eine ungesalzene Suppe? Der Taggeber derzeit scheint in der Tat zwischen China und USA geht sehr, sehr viel. Ja, sie spielen Schach am Tisch, während andere etwas noch von der Seite das Regelwerk studieren. Ja, ich erinnere, mir hat das mal jemand gesagt, sehr, sehr schöne, einfache Beispiele mag ich sehr gern, wie schwimmen. Du kannst an der Seite noch so gut das Regelwerk studieren in der Theorie. Einatmen, ausatmen, so sollst du dich bewegen. Es hält dich nicht davon ab. Eines Tages und so schnell wie möglich, sage ich jedem Kind, der schwimmen lernen will, schubst es ins Wasser, wenn es nicht springt. Es muss springen. Und auch hier, wenn mich das Bildliche nehmen darf, werde nass, komm voran, komm voran, schnell. Und wenn du ein Fisch bist.
Katrin J Yuan:[10:49] Stell dir vor, willst du in einem Aquarium sein, mit einer Box, mit deinen Grenzen oder willst du in die große Weite des Meeres, was eine gewisse Risiko, Ungewissen voraussetzt, aber da bin ich überzeugt von. Markus, da lernst du deine Grenzen, deine Fähigkeiten kennen. Da bist du wirklich ausgesetzt im Meer, dem Competitive, dem Time, den all anderen Meerestieren, um da wirklich vorwärts zu machen. Also begrenze dich nicht selbst mit deinem Aquarium, geh, spring ins Wasser, werde nass und mach vorwärts, ist da meine Wahrnehmung.
Ulrich Irnich:[11:27] Ist genau so, Katrin. Also Transformation kommt auch nicht vom PowerPoint, sondern vom Tun, vom Lernen, vom Adaptieren. Und ich finde gerade diese Einstellung, es muss direkt am Anfang perfekt sein,
Katrin J Yuan:[11:39] Ist totale falsch.
Ulrich Irnich:[11:41] Man muss also einfach mal starten, ausprobieren, aus diesen Erfahrungen lernen, adaptieren, nächsten Schritt machen. Aber ohne diesen ersten Schritt passiert nichts mehr.
Katrin J Yuan:[11:52] Absolut, das ist auch das Learning. Ich durfte da im Rahmen von Bilanz Handelszeitung hier in der Schweiz, Pendantzern, Handelsblatt, Manager Magazin in Deutschland, auch in der Jury sitzen, 500 Tech-Startups bewerten, Top-Startups und auch da, es gibt Pattern Recognition, Mustererkennung über alle, im Guten wie im Schlechten. Und eines ist tatsächlich auch wieder der Zeitfaktor, wenn du zögerst, andere machen es. Man soll bewusst sogar unfertige Produkte auf den Markt bringen und vielleicht auch den ein oder anderen Client verbrennen oder vielleicht auch mit einziehen und sagen, hey, pass auf, das ist better. Willst du nicht unser geschätzter Better-User sein? Es ist fehleranfällig. Dafür beeinflusst du mit deiner Meinung unseren Track-Record ever von Anfang an. Du bist bei uns nicht Nummer 10.000. Du bist bei uns, wir sind klein. Du bist bei uns die Top 10 der Best-Clients. Bitte sag uns, was können wir besser machen, indem wir es machen ultimativ. Absolut.
Markus Kuckertz:[12:55] Wo steht denn Deutschland aus deiner Sicht in diesem Bild? ist Deutschlander Mitgestalter, Nachzügler oder du hast eben auch gesagt Beobachter von der Seite, vielleicht auch dann vielleicht ein bisschen Schiedsrichter.
Katrin J Yuan:[13:07] Ja, das ist eine gute Frage. Wenn wir jetzt so sprechen und von den News das verfolgen, ja, von Kapital, Talent, Daten, Regulierung, wo stehen wir da und in welcher Reihenfolge, ja. Ich würde sehr gerne noch ein fünftes Element von mir aus dazu fügen, das ist Rechenpower. Rechenpower, Talent, alle talentierten jungen bis alten Menschen da wirklich an Bord zu holen, vor allen Dingen die Jüngsten, das zu öffnen. Auch da haben wir einige Beispiele, die sind nicht Science Fiction oder Nice to Have, die sind schon da in China mit Blick auf die Schulen und die Jüngsten, denn das ist unsere Zukunft.
Katrin J Yuan:[13:50] Rechenpower, Talent, Daten, Kapital, Regulierung. So in der Reihenfolge würde ich sagen, wie du siehst in meiner Aufzählung, Regulierung kommt bei mir nicht zuerst. Das ist auch die Frage, Huhn oder Ei, was ist zuerst da und was rückt sich auf was aus? Ich nehme da auch ganz gern mal ein sehr einfaches Beispiel, wenn ich darf, Auto, Motor. Wir erfinden erst Motor, Innovation, dann wenn das Ding fährt auf die Straße, dann können wir sagen, hey, parken. Parkschilder, Verbot, parkst du wo, wo du nicht parken sollst, gibt es eine Konsequenz. Fährst du wo? Können wir regulieren die Straßen? Können wir sagen, okay, Zone 30? Können wir sagen, Zone unbegrenzt, Unlimited, Autobahn? Können wir sagen, Einbahnstraße? Können wir sagen, okay, wie regulieren wir den Verkehr? Der Motor war schon zuerst da.
Katrin J Yuan:[14:41] Ja, und vielleicht noch bei Talent. Das ist mir ja vom Swiss Future Institute und ich bin ja auch an vier Hochschulen Dozentin über AI, Data Analytics, AI, Global Finance, Leadership und Boards. Das ist wirklich ein sehr wichtiges Thema, auch bis zum Verwaltungsrat, wo ich auch wirken darf, quasi als Kombination von akademische Welt, strategische Verwaltungswelt und Startup, wo ich ja mittendrin und dabei sein darf.
Katrin J Yuan:[15:06] Das Talent, das ist mir mega wichtig, alle Generationen mit einzubeziehen, vor allen Dingen auch die Jüngeren. Das ist keine Selbstverständlichkeit, dass die geboren sind und damit irgendwie klarkommen, wenn das absolut kein Thema ist. Ich weiß nicht wie lange, 12, 13 Jahre lang in der Schule, genauso wenig wie Finanzen, aber Technologie fast kein Thema spielt. Und die Lehrer ja da auch mit sehr, sehr viel Respekt, das ist ein sehr, sehr wichtiger Job. Auch da haben wir Gaps von Technologie, von Hardware, Software, von Knowledge, von Attention, von wo liegen wir die Schwerpunkte für unsere Zukunft zu schließen. Denn die besten Algorithmen ohne die klügsten Köpfe sind nutzlos. So wie die besten Tools ohne die richtige Nutzungsweise und dass du einfach damit umgehen kannst, auch nutzlos sind. Das heißt, da bin ich absolut dafür, Struktur, Disziplin, wo wir Deutschen sehr stark sind, Disziplin, Werthaftigkeit, unsere wirklich guten Werte mit reinzubringen, nicht unbedingt als entweder oder, also das eine macht nicht unbedingt das andere
Katrin J Yuan:[16:08] schlechter, ganz im Gegenteil, vielleicht mit einer anderen Komponente. Und das hoffe ich sehr mehr und mehr zu sehen als Balance, als unser Salz und etwas mehr in der Körnigen-Suppe nebst Asia und US.
Ulrich Irnich:[16:21] Siehst du denn aus deiner Erfahrung irgendeine Nation, ein Land, besonders führend, gerade was die, und du sprichst mir ja da aus der Seele, Talent, gerade wie bilden wir denn unsere Jüngsten aus und bereiten sie quasi auf das, was gerade so die Welt vor sich hat,
Katrin J Yuan:[16:38] Denn auch vor? Erschreckend, faszinierend, beeindruckend, neugierig. Mich treibt ja, ich bin totally Asia-Bias, in dem Punkt hoffentlich eher positiv. Also meine ganze Familie und so, so bin ich eben sehr Chinese-mäßig aufgewachsen, was die Bildung, Disziplin und Vorangehensweise mit der nötigen Konsequenz, Freiheit kommt mit Verantwortung, kommt mit Konsequenz, pflege ich zu sagen, nach vorne geht. Ich gebe mal da auch ein sehr konkretes Beispiel. Wir haben ja hier in Deutschland und in unseren Bibliotheken oder sagen wir mal in größeren auch einen Dachraum. Ich bin immer sehr gerne, immer noch in der altmodisch, auch in der Bibliothek sehr gerne unterwegs, habe ich meine Ruhe und so ein bisschen so auch schöne, schöne, schöne Bücher mag ich immer noch ganz gerne bei all den schönen Podcasts, wo ich auch absolut Fan bin, auch ab und zu mal was Griffiges. Gut, da gibt es ja diese KI für Dummies, IT für Dummies, Cyber Security für Dummies, all diese Dummy-Reihen und so weiter, auch jede Menge Nachschlagewerke. Alter Hut. In China gibt es For Babys.
Katrin J Yuan:[17:35] Es gibt Werke, die sind da, selbstverständlich nicht in der hohen Programmierkunst, jedoch in der Zuordnung, in der einfachen Relation, Input, Output, Stellschrauben, Ursache, Wirkung, nicht zu verwechseln, einige verwechseln das, ja. Auch in dem mathematischen, in den ganzen Science-freundlichen wird das von ganz früh auf. Da sprechen wir teilweise, es hört sich hier ein bisschen erschreckend an, aber ich lade dazu ein, da die Wertigkeit erstmal das moralisch außen vorzulassen. Und erstmal so unverfänglich wie möglich, also wie ein White Page, Blank Page, erstmal das wirken zu lassen. Denn was du nicht kennst, ist ja nicht unbedingt besser oder schlechter. Das ist vielleicht einfach nur anders. Und was ist schon normal, da werde ich fast philosophisch normal, ist das, was du in den ersten sieben, acht Lebensjahren kennenlernst. Also deine Familie, dein nasses Umfeld, das definiert deine, unsere Werte, Core-Kodex. Mehr ist das nicht. Und da ich nun mal das Glück oder auch den Challenge hatte, eh so ein bisschen gemixt aufzuwachsen. Gut, als Kind fragte ich eh niemand, was du willst oder wohin du willst. Es ist einfach so, pflege ich das Beste aus den Welten zu machen, sehr packenartig auch. Habe ich das wirklich mit Staunen genossen und die Bücher gehen weg wie warme Semmel. Ja, die werden gelesen, die stehen einfach nicht nur da. Auch die Eltern, und da können wir uns vielleicht einig sein, jedes Elternteil.
Katrin J Yuan:[19:00] In der ganzen Welt, ob jetzt die Deutschen, die Amerikaner oder die Chinesen, wir wünschen nur das Beste für das Kind. Ja, wie wir das erreichen und was dann die Wissenschaft sagt und was die Möglichkeiten sind, darüber kann man auch diskutieren. Aber Fakt ist, es ist schon da, ja, von den Schulen, von den Möglichkeiten, von der Förderung. Da sprechen wir teilweise wirklich von 1. Klasse, 1. 2. 3. Klasse. Wir sprechen teilweise von Nachhilfe im Kindergartenalter, wenn die ganz klein sind. Und jedoch eine Herangehensweise systematisch an Zahlen, an Relationen, an Programming, an Codes. Es ist unglaublich und es ist da. Und wenn du so geprägt wirst in den ersten Lebensjahren, bin ich überzeugt, wird sich das fortsetzen, wenn du die Möglichkeit hast. Nicht jeder hat die Möglichkeit, aber in den 10er und 20ern. Und dann wird es interessant, wenn du dich dann entscheidest und schon mal was davon gehört hast. Als anderes Beispiel, wenn du noch nie davon gehört hast, nehme Schaff.
Katrin J Yuan:[19:56] Einer sagte mir mal, das hörte ich nicht sehr gerne, oder wenn dann Schachklub von 15 nur zwei Meidli sind. Und wenn dann die Frage kommt, die Mädels mögen das nicht so gerne mit Mathe und Schach und so. Wenn jemand fünf ist und das noch nie die Möglichkeit hatte, wer, what the heck, wer möchte das dir ins Gesicht sagen mit aller Ernsthaftigkeit, dass jemand das mag oder nicht mag, wenn jemandem die Möglichkeit nicht geöffnet wird und das Kind einfach nicht weiß, dass es auf der Welt existiert. Ja, da habe ich eine ganz eindeutige freie und förderfreundliche, systematisch freundliche, bildungsfreundlichen Angaben.
Markus Kuckertz:[20:43] Du hast doch ja schon ein bisschen was gesagt, wie das Thema Lernen in China teilweise gehandhabt wird. Wenn wir uns mal dem Thema KI widmen, was würdest du denn sagen, wenn du das vergleichst zwischen China, USA und Europa, die Erfahrung hast du ja gemacht, wie verschieden sind denn da die Denkweisen zu dem Thema?
Katrin J Yuan:[21:02] Sehr unterschiedlich, tatsächlich. Ich muss da, es ist wie so eine Schwarzwald-Torte, es hat mehrere Schichten. Bedienen wir jetzt die wirtschaftliche, die technologische, die wirtschaftlich-pragmatische, die ethisch, die Werte orientiere bis zu philosophischen. Es ist wirklich ein weites Feld, wenn du das beantworten willst. Ich schaue mir tatsächlich gerne alle an und mache Bilder mir so gut es mir gelingt, meine eigene Würze, meine eigene Meinung, wenn du so willst. In China, auf den ersten Blick, wie du am Anfang sehr schön sagtest, Markus, ist das so klar, hey, schnell und eher so regierungsgetrieben, sehr kollektiv, was das ja wissenschaftlich durchaus auch ist, wenn alle China-Kenner und die, die sich in Literatur etwas vertiefen, da ist der Kollektivismus etwas höher oder wesentlich höher als der Individualismus, der ja eher in Europa und Amerika zutage tritt, sprich das gesellschaftliche Kollektiv steht darüber. Aber gleichzeitig ist es jedoch nicht oberflächlich. Also das Zen, also dieses von Meditation, von der alten Geschichte, Philosophie und auch der wahnsinnig alten, also Aufzeichnung von 3000 bis 5000 jährigen Kultur, spiegelt sich durchaus mit rein. Wenn wir jetzt denken, auch da mag ich ein ganz kleines, einfaches Beispiel bringen, zum Beispiel die Kampfkunst, jetzt von der Kampfkunst zur KI. Da bist du ja sehr schnell in der Ausführung und sehr fein in der Technik und in Disziplin.
Katrin J Yuan:[22:29] Und trainiere stets den Körper und den Geist. Das kommt nicht zu kurz, es ist nicht das eine oder andere. Ich behaupte und würde sogar noch einen Schritt weiter gehen, um wirklich die Asiaten zu verstehen.
Katrin J Yuan:[22:42] Am besten verstehst du die Sprache, weil dann merkst du auch, die Sprache ist nicht nur die Übersetzung, sondern auch die kulturellen Elemente und wie sie eben denken. Ja, das ist noch ganz, ganz aufregend, dass du viele Sachen auch mit DeepL oder Google und Co. Nicht eins zu eins übersetzen kannst. Das kommt nämlich noch facettenreich dazu. Wenn du die wirklich verstehst, geht die Technologie, geht die Kultur der Technologie voraus. Also die Entwicklung, wie du an eine Innovation, an Ideen, auch mit Ehrfurcht, mit Respekt durchaus, mit Überlegung, auch mit Tiefgang und mit Schnelligkeit kombinieren kannst. Das sind ja so die Asiaten teilweise so, vermeintliche Widersprüche sind gar keine. Das kann auch sehr komplementär wirken. Die Kulturen sind sehr unterschiedlich. Auch im Kollektiv nicht unbedingt. Ein Chinese würde nicht sagen, wir sind die Besten, die Geilsten überhaupt. Das würde vielleicht eher ein selbstbewusster, pitcherfahrender Sales und Amerikaner sagen. Sehr selbstbewusst. How big is the vision? Was sich vorhin sagt. Und die Asiaten eher humble. Ab und zu Vergangenheit bis heute auch sehr gern unterschätzt.
Katrin J Yuan:[23:51] Sehr, sehr gut mittlerweile auch in der Erfindung, im Patentieren mit eigenen Ideen, auch in der Kombination. Das heißt nicht nur das zu nehmen, was es schon gibt, sondern mal eben daraus noch eine komplett neue Version zu machen oder das Ding mal eben zum Zehntel der Kosten zu trainieren, auf den Markt zu bringen und viel, viel schneller und gleichzeitig schneidet das AI in allen Kategorien relativ gleich gut, wenn nicht sogar besser ab. Also erschreckende Möglichkeiten gibt es da, wenn du den freie Hand lässt. Die kulturellen Unterschiede fangen wirklich im tiefen Verständnis von Geschichte, Kultur an, setzt voraus und danach kommt die Technologie und die Umsetzung bis ins Wirtschaftliche, ist tief verankert.
Markus Kuckertz:[24:36] Uli, was hast du zuletzt beobachtet? Du hattest ja auch zum Beispiel auf seiner USA-Reise viel Kontakt in Sachen AI. Was hast du erlebt?
Ulrich Irnich:[24:46] Ja, das spiegelt so ein Stück weit wieder, was Katrin auch beschreibt. Also zu sagen, wie mache ich aus diesen technologischen Möglichkeiten eine große Plattform, was kommerziell groß ist. Und ich glaube, das, was man zwischen China und USA sehr stark sieht, ist natürlich das Spiel, so ähnlich wie früher, der erste Mensch auf dem Mond. Also so ein bisschen die Spielerei, wer zielt denn schneller gewisse Dinge. Das, was mir gerade, und das, Katrin, kann ich abschuldig bestätigen, weil ich habe jetzt in meiner bisherigen beruflichen Laufbahn viel mit chinesischen Kollegen, Kolleginnen, aber auch mit japanischen zusammengearbeitet, also sehr stark asiatisch und da ist natürlich tatsächlich zurückhaltend, das Bescheidene, das eher untertreiben als übertreiben. Wasser, krasse Polarwirkung gegenüber USA also da ist eher ja alles ganz toll und super shiny und das ist schon feststellbar
Katrin J Yuan:[25:51] Das, was mir entschieden einmal gut gefallen hat.
Ulrich Irnich:[25:53] Ist eigentlich ihr Fünf-Jahres-Blick auf gewisse Dinge und damit halt auch die Planung und halt auch, wie sie ihre Digital-Agenda, auch die KI-Vorherrschaft beschreibt. Das ist ja kein Geheimnis, das haben sie ja sehr schön runtergeschrieben und auch sehr klar nachzulesen. Und das würde ich mir manchmal sehr stark hier auch für Europa und für Deutschland wünschen, es eher auf wenige Dinge, aber die sehr kristallklar und da halt auch einen Akzent und einen Fokus drauf zu setzen. Ja, und ich bin 100 Prozent deiner Meinung, dass die Mischung die Wurze macht. Also es ist, ich sage mal, das Beste aus den verschiedenen Welten ist ja das, was auch ein neues Produkt und auch ein neuer Zeitgeist eigentlich prägt. Das sind die verschiedenen Perspektiven, das sind die verschiedenen Ansätze und die müssen wir halt deutlich stärker leben und deutlich mehr in die Forderung stellen. Und das ist halt weniger dann eine Frage, kommt es daher, kommt es hierher, kommt es hierherher, sondern es ist eher zu sagen, wie machen wir aus diesen Fähigkeiten tatsächlich für uns, und jetzt meine ich uns als Menschheit, das Beste, dass Technologie für uns wirkt und nicht gegen uns wirkt.
Katrin J Yuan:[27:01] Absolut, AI for Humanity. Das ist auch mein Claim. Dieses Jahr sehr, sehr geehrt, als ich bei der United Nations Palais de Grande Nation a Genève eingeladen war. AI for the sake of humanity. Wie lange kann sich Werde noch leisten, das Einzelgame zu spielen? Wir sind keine Insel und da insbesondere. Markus, wenn ich da noch in die Suppe mit reinschmeißen darf und super Anmerkung, Uli, also absolut bei dir. Normal sagen wir in Deutschland im Dachraum, je größer, desto langsamer. Das Gegenteil ist der Fall in China.
Katrin J Yuan:[27:38] Pragmatisch, wohlüberlegt, absolut fokussiert und konsequent diszipliniert im Fast-Track-Execution. Vielleicht erinnert ihr euch noch, liebe Podcast-Zuhörer, auch Cut Oxygen. Versucht das mal beim China-Unternehmen. Denkst du, wenn du O2 abschneidest, stirbt der Patient im übertragenen Sinne? Wenn du die Zulieferung zum Beispiel beim Chip-Ban, einige Jahre 2022 US-Chip-Ban to China cuttest.
Katrin J Yuan:[28:09] Dann geht nicht mehr viel. Ja, dann haben wir die, dann haben wir die, denkst du. Das ist auch eine Faszination. Erst dann sind die tatsächlich dabei. We invent yourself, wie aus Asche aus dem Phönix wieder hervorsteigend. Das heißt, du möchtest die vermeiden, klein machen, ja, cut oxygen und das Gegenfall ist der Fall. Jetzt erst recht machen sie es einfach selber, gar nicht mal so schlecht, teilweise noch besser und so weiter. Also da geht die Reise erst los und wenn das dann jemand feststellt, dann spätestens sollte man Respekt haben und von allen Beteiligten zu dem Punkt noch, würde ich mir wünschen, von allen, uns selbst mit eingeschlossen, nicht ausgeschlossen. Etwas mehr Humbleness, etwas mehr Open-Mindness, einfach respektvoll. Und die verschiedensten Arten, das ist ja das Schöne, ja, Diversity in Pure Form und das ist alles unterschiedlich. Wäre langweilig, wenn du nur mit dir selbst, nicht wahr, Markus? Oder Katrin mit Katrin, Uli mit Uli Monolog und selbst der beste Mann, Frau, wird ja nicht besser im Monolog mit sich selbst. Auch da, wenn wir etwas mehr Humbleness und Offenheit auch voneinander zu lernen, ohne ohne unbedingt der Bessere sein zu müssen, ja, ich weiß das schwer, da hätten wir, und das fängt auch für mich absolut bei der Bildung in den Early Years an.
Katrin J Yuan:[29:32] Das wäre großartig, wie viel besser wir dann noch sein könnten von denjenigen, die eh ohnehin schon sehr gut starten.
Markus Kuckertz:[29:40] Und wenn wir diese Learnings jetzt mal runterbrechen und, sage ich mal, für Deutschland da was lernen wollen, was sind denn aus deiner Sicht die Dinge, die man ändern müsste, zum Beispiel in Bildung, Führung oder Haltung, damit Deutschland technologisch schneller, aber dennoch entlang der eigenen werteorientiert handelt.
Katrin J Yuan:[29:59] Wow, das ist eine großartige und komplexe Frage. Ich beantworte sie mal so, wirklich durch die Vielfältigkeit im Zusammenspiel, nicht jeder so für sich, auch nicht bis zum Tode diskutieren, anzweifeln, infrage stellen dieses, aber was ist wenn und auch sehr, sehr schön Theorie und Konzepte und vielleicht auch nicht unbedingt durchbringen von der letzten an für sich guten Idee bis zum Entscheiden, bis zu unglaublich vielen, zu vielen Kompromissen, wo der schöne Kuchen dann am Ende zerbröselt in vielen Bröstmöllerien und dann, nicht mehr wirken kann, wo das Gesamtbild schon verloren geht auf dem Weg zum Ereignis oder zur Implementierung. Also positiv gesagt, für mich setzt das an im Zusammenhalt, in der Aufmerksamkeit, im Schwerpunkt sehr, sehr früh. Das fängt bei der Bildung an, Hochschule und die Schulen bis zu den Jüngsten, wie ich vorhin ausmalte, sicher mit dem nötigen Support. Und da sehe ich nicht nur die Regierung und auch nicht nur die Wirtschaft, sondern im Zusammenspiel hat jeder seine Möglichkeiten, diesen Attention wirklich mit Fokus etwas größer zu machen. Also wie so ein Laserschwert, wirklich in die eine Ecke mal, wirklich mal reinzugehen, auch mit Prototypen auch einfach mal zu machen. Da könnte man wirklich vieles, vieles rausholen. Letzten Endes möchte ich einladen, es ist auch bei jedem selbst, du bist mit drin, du bist nicht außen vor, ja, also einige zu sagen, ja komm.
Katrin J Yuan:[31:26] Die, also mit dem Fingerzeig ist stets immer sehr, sehr leicht, besonders in Deutschland Geld zu sagen, ja die Wirtschaft könnte ja mal, die Regierung oder die Schule könnte ja mal oder der und der könnte ja mal. Es fängt tatsächlich bei jedem selbst an. Du musst nicht irgendwie IT oder Experte sein oder der Director, Macher, CEO und Entscheider, sondern im Rahmen deiner Möglichkeiten und jeder von uns ist User, Konsument entlang der Kette, End-to-End, bei allen Tools, es sind auch deine Daten.
Katrin J Yuan:[31:53] Sich ein Minimum darüber beschäftigen. Zu bilden, die Fragen zu stellen, claim your data, claim your rights, freedom comes with responsibility, fliege ich zu sagen. Und das ist für mich das Orchesterzusammenspiel. Ich spiele ja auch ganz gerne so Piano, daher ist für mich dieses Bild des Zusammenspiels, wenn das etwas wirklich mehr zusammen und nicht in Frage stellen und gegeneinander funktioniert, könnten wir sicherlich deutlich mehr in den Ressourcen machen. Ja, und Führung setzt für mich absolut Vertrauen voraus. Ja, und auch diesen ersten Schritt nicht erst zu warten. Ja, liefer doch erst mal, sonst vertraue ich dir nicht und dann gebe ich dir das nicht frei. Lass es doch mal zu. Ja, und das ist, da sind wir wieder beim unternehmerischen Denken im Positivsten. Da bewundere ich sehr alle Gestandenen und unser KMU, unser Rückhalt der Deutschen und überhaupt der Wirtschaft vor. Da unternehmerisch frei und mit der nötigen Verantwortung voranzuschreiten.
Markus Kuckertz:[32:50] Uli, was könnte aus deiner Sicht verbessert werden?
Ulrich Irnich:[32:52] Ich glaube, das ist eine Haltungsfrage, die am Ende entscheidend ist. Und ich meine, wir haben ja so ein Stück weit darüber gesprochen. Tech4Good ist für mich eine der Kernelemente dahinter und natürlich auch die Offenheit, Kollaboration einzugehen. Weil ich glaube, am Ende des Tages kann das nicht mehr ein Unternehmen und auch keine einzelnen Nationen mehr im Prinzip gestalten, sondern es muss ein übergreifendes Thema sein. Das, was ich aber in der Tat als Kern darin sehe, ist halt Wissen und Ausbildung und frühzeitige Bildung eigentlich als großartigen Auftrag zu verfassen und nicht als Bürde und das halt so früh wie möglich zu beginnen, sodass wir eigentlich, wir reden die ganze Zeit darüber, wie kriegen wir denn jetzt auch in Deutschland mehr Menschen für MINT begeistern und halt entsprechend Naturwissenschaften-Dinge. Ich sage, wir müssen das nachher vor schon in Grundschulen verankern, die halt sicherstellen, oder eigentlich sogar schon in Kindergarten, die halt sicherstellen, dass Forschung und halt gerade solche Themen spielerisch erfasst werden und damit Leidenschaften logischerweise gefördert werden. Und ich würde mir sehr wünschen, wenn wir da tatsächlich an diesem Bildungsauftrag
Ulrich Irnich:[34:07] für uns alle deutlich mehr Fokus drauflegen.
Markus Kuckertz:[34:10] Lass uns zum Thema Robotics und Hyperautomatisierung kommen als Beispiel. Ja, Katrin, was würdest du denn sagen, was sind denn gerade so die spannendsten Anwendungen in dem Bereich, in denen KI und Robotik tatsächlich verschmelzen und vielleicht noch die zusätzliche Beobachtung, woher kommen denn diese Anwendungen, wer hat die entwickelt?
Katrin J Yuan:[34:29] Spannend. Next big hot thing. Ja, was ist es? Alle wollen es wissen, alle wollen es haben, alle wollen es monetarisieren, machen und so fort. Spannend wird, alle Welt redet noch in unserer Hemisphäre von AI. Gleichzeitig haben wir, du sagst es Markus, Robotics. Für mich wird mega das Big Bang und es wird kommen. Ich bin überzeugt davon, wenn die Welten verschmelzen. AI, Software meets Hardware meets Ökosystem und ganz, ganz neue Businessmodelle werden da entstehen.
Katrin J Yuan:[35:03] Hyperautomatisierung ist, wenn die Maschinen nicht nur ausführen, sondern machen, entscheiden, lernen, sich selbst optimieren. Das heißt, wenn wir heute, auch da werfe ich mal ein einfaches Bild für uns ein, Autos produzieren, Laufband. Gut, läuft gerade nicht so gut in Deutschland, gell, Zwinker. Lief jedoch und kann auch wieder besser laufen, ja. Am Fließband, das ist derzeit nicht vorstellbar, aber in den Anfängen durchaus schon da, auch wenn wir woanders hinschauen, dass Roboter sich selbst produzieren wie am Fließband, erste Arme, Beine und so fort einsetzen, ja, in den Anfängen ist das schon da. Wir sprechen auch da differenziert von Industrie-Robotics, Service-Robotics, Humanoid-Robotics auf verschiedenen Logistics-Robotics. In Einfachen für unser Publikum, Industrie-Robotics hältst du die Hand runter Hand weg.
Katrin J Yuan:[35:51] Service-Robotics hältst du die Hand runter Hand noch da, wenn Hand, richtige Hautfarbe, weiß, entsprechend dem Trainingsmaterial und erkannt wird als Hand, ist sie noch da. Ja, Humanoid Robotics sind die, die so aussehen wie wir. Bis jetzt in der ersten und zweiten Reihe der Fertigung und da spreche ich wirklich aus der Test- und Erfahrung und Machen. Ich bin sowohl im Swiss Humanoid Forum mit dabei, als auch in den Greek Humanoid Olympiad, wo wir europäische und asiatische Roboter an die 30 wirklich getestet haben von einfachen Programmierungen, Ausführungen, Schubsen, Boxen, Tanzen, Synchronisierung, Möglichkeiten als auch Grenzen. Also nicht nur ein Prototype, sondern verschiedenste Modelle getestet haben. Es ist mega, mega interessant. Humanoid, die letzte von mir eben genannte Kategorie ist meistens noch die Maschine bis in etwa Hals.
Katrin J Yuan:[36:43] Und darüber siehst du das Gesicht, je nachdem ein funktionales Gesicht oder auch ein menschliches Gesicht. Da sprechen wir von Silicon Puppet Robots. Also im wahrsten Sinne des Wortes kannst du es nicht mehr erkennen, wenn du es nicht gerade abnimmst. Und dann siehst du, das Skelett ist immer noch der Roboter. Und von Emotional AI Robotics, Relationship Creating Robotics, wo sich ganze Generationen, auch da gibt es schon das Positive, als auch die andere Seite, eine Medaille hat stets zwei Seiten, die sich zum Beispiel verlieben. Ja, Kinder, die sich, die ein Verhältnis mit, also so wie zu Großeltern, zu den Nachhilfelehrern wirklich aufbauen, systematisch, ja, die stellen eine sehr schnelle Bindung her, so wie zu dem Kuscheltier. Ich möchte nicht ohne mein Schälfchen schlafen.
Katrin J Yuan:[37:36] Und stell dir vor, chinesische Kinder, die jeden Tag mit dem Wobo, Englisch, Französisch, Deutsch, pauken, wie schnell eine Relation das erfährt, als auch Jugendliche, als auch einige in den Zwanzigern, die sehr, sehr krass getaktet ihr Leben voller Druck, auch das ist gesellschaftlich unterschiedlich und hat seine kulturelle Komponente, musst alles mal erledigen, check, check, check. Und wenn du es nicht hinbekommst, do you fail? Die vielleicht auch, wir werden ja immer mehr Menschen über Bevölkerung und gleichzeitig immer einsamer. Auch da gibt es die Robots und auch ganze Modelle bis zum Avatar, bis zum Passed Away, wenn ein geliebter Mensch stirbt, gibt es Aboment-Modelle in Asia, wo es komplett eine Recreation von deiner Großmutter zum Beispiel macht, von dem viel zu früh gestorbenen Partner und so fort. Also es gibt unglaublich viele Möglichkeiten und wir sehen die Anfänge schon jetzt, Markus.
Markus Kuckertz:[38:30] Uli, welche Anwendung findest du spannend und wer liegt aus deiner Sicht vorne?
Ulrich Irnich:[38:35] Also ich glaube, das Entscheidende bei Robotics ist halt, dass du Sensorfähigkeiten hast, die tatsächlich fühlen können. Fühlen heißt Temperatur, Druckbeständigkeit und so weiter und so fort. Und das macht mit Sicherheit jetzt langsam mehr und mehr Einzug gehalten. Und dann gibt es natürlich schon, jetzt komme ich wieder mit dem Gedanken, Tech for Good, gibt es schon ein paar Dinge, die uns unser Leben leichter machen können. Und du hast eben was angesprochen, Kathrin, das Vereinsamen, das ist tatsächlich ein gesellschaftliches Problem, was helfen kann, gerade Auswirkungen von Vereinsamkeit zu reduzieren, die bis hin zum Suizid führen, wo man sagt, okay, musste das denn sein? Ich glaube, das ist eine Dimension. Die andere Dimension ist, ich meine, machen wir uns mal nichts vor, die demografische Veränderung in unserer Gesellschaft ist nicht zu übersehen. Und das wird halt logischerweise auch dazu führen, wie es teilweise schon in Japan praktiziert wird, dass natürlich so Pflege und Co. Sehr stark darüber ausgelagert werden kann, wo man halt sicherstellen kann, dass dieses Bedürfnis erfüllt wird. Aber auch das Thema Bildung. Machen wir uns nichts vor. Ich kenne das noch so aus den Vergangenheiten sehr stark. Bist du nach Hause gekommen, da waren nicht beide Elternteile berufstätig und hat sich ein Elternteil für die Nachhilfe beschäftigt. Heute siehst du teilweise schon, dass viele
Ulrich Irnich:[40:04] Berufstätig sind und diese Nachhilfe nicht mehr in der Form stattfinden kann, wie man sich das ja gar nicht vorstellt. Und wir sehen ja auch, dass logischerweise, um unsere Gesellschaft dann auch weiter ausführen zu können, es notwendig ist, dass wir im Prinzip so eine gewisse Nachhilfefähigkeit irgendwie in den Haushalt holen. Und das kann halt auch darüber stattfinden. Jetzt mal losgelöst von Katastrophengebieten, wo es halt einfach mal Menschen sich teilweise in tatsächlich einstürzende Häuser befinden. Auch da können Roboter deutlich besser und für uns in Anschluss sichere Aufgaben durchführen, ohne dass wir jetzt selber die Retter in Gefahr bringen.
Katrin J Yuan:[40:47] Mega spannender Punkt, Uli. Und ich bin überzeugt, mit Blick auf die Zukunft, und ja, Swiss Future Institute, ich liebe diese Visionen und das Diskutieren und die Möglichkeiten und bin wirklich gespannt, toll, toll, toll, wir sind jung und gesund, dass wir das alle sehr wahrscheinlich sogar erleben werden bei bester Gesundheit. Das heißt, es ist gar nicht mehr so weit hin. Diese technologische Akzeptanz, auch das ist erwiesen, empirisch, wissenschaftlich, ist schneller, als man denkt. Beispiel, vor fünf Jahren haben wir da in einer Gruppe diskutiert, wer ist denn so beknackt und setzt sich, wer ist so verrückt und setzt sich in so ein selbstfahrendes Auto. Heute wollen alle, jeder will den ersten Seat, noch Selfie und ein kleines Video. Jeder will rein, jeder will diese Experience machen. ist das geil und dann noch der Gruppendruck und so weiter und gemixt mit sei der Erste. Ich bin überzeugt, bei Robot wird es geben, Robot as a Service and Data as a Service.
Katrin J Yuan:[41:41] Überlege mal, was du jetzt schon siehst beim Autoleasing. Es wird verschiedene Modelle geben, ganz weit weg, nicht nur der Kauf, sondern Data as a Service, mega spannend und auch nicht nur B2B, ja, nicht nur Industry, hello, sondern B2C oder vielleicht B2H, B2H, ja, gar nicht so weit weg, auch ganze, ganze Welten. Das heißt, stell dir vor, Uli, danke für den Ball, im Haushalt hast du deinen Robot, du hast deinen Nachhilfe-Robot, du hast einen Data-Upgrade, wenn du Klavier spielen lernen willst, Schach, Programmieren, hast du einfach einen Upgrade. Willst du Chinesisch lernen, hast du einen Upgrade und das ist fließend Chinesisch. Möchtest du mit dem Family oder mit deinen Leuten einen Trip machen, vielleicht eine Entlegene, wo nicht alle perfekt Englisch sprechen, wie du, dann auch da hast du einen neuesten Upgrade. Und wer sagt denn, dass du daheim den Robot in Anführungszeichen chargst und den daheim lässt? Nein, wenn es Winter ist, jetzt wird es direkt kalt. Hier, Uli ist schon mit Jacke da. Wer will denn da mit 6 Uhr? Ja, hast du triefende Nase, schlecht geschlafen sowieso, musst um 7, 8 Uhr im Office sein, da nochmal mit Wuffi gehen. Wer will denn im Winter bei dem Schiedwetter mit Wuffi gehen? Der Wo-Bot immer. Und wenn der Wo-Bot überall angekommen ist, der Mensch ist ein Gewohnheitsliebender, verankernder.
Katrin J Yuan:[43:03] Und wissenschaftlich dauert es nur drei Monate, Da haben wir die Good und Habits und Bad Habits mit uns, ein Leben lang vielleicht, ja. Wir haben uns dran gewöhnt und wer will sich das leisten, kann sich das leisten, so wie heute. Wer geht denn in den Ferien ohne Mobile? Ich bitte dich. Daher behaupte ich, es ist alles ein Ökosystem. Das wird mega spannend.
Katrin J Yuan:[43:21] Du hast deinen Robot da und dein nächster Business Upgrade wird im Second, Fourth Dimension sein. Das heißt, ich werde ja wahrscheinlich noch mit dem Flieger fliegen. Ich werde einen Sitz für die ganze Friends, Family, mit wem du auch immer, mit deinen Leuten und für den Robot bestellen. Und der Wobot wird auch abkassiert. Das heißt, der Flug, die Fluggesellschaft freut sich, die Data as a Service. Vielleicht kriege ich den Wobot deutlich günstiger.
Katrin J Yuan:[43:48] Hier sprechen wir ja jetzt von 15.000, 20.000 pro Einheit aus den Asiaten, von den Schweizer Modellen nicht so und so weiter. Und von den deutschen Modellen, von den amerikanischen. Ja, auch die Preise gehen runter, wie ganz, ganz produkttypisch, ja, von Innovation bis Explosion. Und dann kommt es, dann sage ich, hey, ich biete meine Daten an von allen den Haushalten, so ähnlich wie Elektronik, also Stromverbrauch, Wasserverbrauch, Energieverbrauch, Min-Energie und so weiter, über alle Haushalte, über alle Regionen, über die Wohneinheiten, über die Effizienz fürs Learning. Ist doch voll geil, dann weißt du genau das Nutzerverhalten, du kannst alles quallen, alles für dein Produkt und Services und das sind ungeheure Welten in First, Second und Third Degree und da habe ich richtig Bock drauf, das zu sehen und mitprägen zu dürfen.
Markus Kuckertz:[44:35] Ich danke euch beiden vielmals für das spannende Gespräch und wie immer an der Stelle wollen wir ein wenig zusammenfassen, was wir aus der Folge mitnehmen. Lieber Uli, möchtest du anfangen?
Ulrich Irnich:[44:44] Ich fange gerne an. Es ist gar nicht so einfach, diesmal auf drei zu fokussieren, weil es waren so viele tolle Themen dabei. Aber wie immer ist die Spielregel drei. Daher versuche ich mal auf drei mich zu fokussieren.
Ulrich Irnich:[44:57] Das Erste, was ich mitgenommen habe, ist halt die Schwarzwälder Kirschtuchte. Die fünf Layer, die ist halt einfach mal das Ausmachen.
Ulrich Irnich:[45:05] Talent, Kapital, Rechenpower, Daten und Regulierung, die halt vor allen Dingen das Rennen um KI und alle technologiegestützten Themen ein Stück weit ausmachen. Das ist, glaube ich, Nummer eins. Nummer zwei ist, früher startet der Talente bereits in Kindesschuhen oder Babyschuhen. Also tatsächlich Technologie ergreifbar machen und halt auch die MINT-Fächer durch frühzeitiges Heranführen, spielerisches Heranführen. Und dann war für mich so das Thema neben der Adaption von Robotics, da bin ich auch fansenfest von überzeugt, dass das schneller uns gelingt, als wir alle annehmen. Das sieht man auch bei den Wymos. Als ich dreimal Wymos gefahren bin, hast du gar keinen Film mehr gemacht, sondern hast einfach nur im Taxi gesessen und konntest dich ganz beschwerlos unterhalten und bist von A nach B gekommen, was Mobilität logischerweise dann auch ausmacht. Aber ich glaube, für uns ist das Wichtigste und das ist eigentlich mein dritter Punkt, das Beste aus allen Kulturen zu machen und die Fähigkeiten zusammenzuführen und damit quasi diese Haltung zu sagen, benutze den Tech for Good für eine höhere Ebene, nämlich halt, dass wir in unserer Menschheit, in unserem Hiersein logischerweise dauernd auch weiterentwickeln können und dafür uns das Beste ausholen.
Markus Kuckertz:[46:28] Katrin, hast du noch Gedanken?
Katrin J Yuan:[46:30] Wow, ich bin ganz geflasht. Es war mega mit euch und vielen Dank auch für die Anregungen. Ich liebe ja sowas. Drei Punkte, es fällt mir nicht gleich, Leute. Die Verschmelzung, das next big hot thing ist für mich definitiv AI, ist gekommen, um zu bleiben. Robotics, hello. So grade me up with the brain in my hands. Also du kannst haptisch, wirst du, wird da noch einiges gehen und da sprechen wir von Welten und B2H, to Human and Humanoids, Hand in Hand. Die Komponente der Verantwortung möchte ich als Punkt 2 noch einmal stressen, weil sie mir sehr wichtig ist. Freiheit kommt mit Verantwortung. Nehme dich mit rein, denn es beginnt ultimativ mit dir. Last but not least, empower and educate your people. Ob du KMULA selbstständig bist, ob du was aufbaust, was reißt, ob du schon im C-Level bist, im Corporate oder im Startup. Es ist ganz egal. Du bist mit drin. Du shapest ultimativ die Zukunft, wo wir alle, die gesamte Menschheit, mit an einem Boot sind. Das Erleben prägen, als auch die Konsequenz erfahren werden. Also besser, du machst und bist Bestandteil. Und darauf freue ich mich. Vielen Dank.
Markus Kuckertz:[47:47] Katrin, vielen, vielen Dank, dass du heute bei uns zu Gast warst. Ja, und danke für deine Zeit, deine Einblicke und die schönen Bilder, die du uns mitgebracht hast. Das war der Digital Pacemaker Podcast mit Katrin J. Dren. Folgt uns jetzt auf der Podcast Plattform eurer Wahl und verpasst keine unserer Folgen. Viel Spaß und bis bald. Euer Uli und Markus.
Ulrich Irnich:[48:05] Rock’n’Roll.



