Shownotes

KI ist längst weiter als ihre Anwendung in Unternehmen. Während viele privat schon experimentieren, bleiben Organisationen oft zurück.
In dieser Episode sprechen wir darüber, warum genau diese Lücke entsteht – und wie Führungskräfte sie schließen können, ohne ihre Teams zu verlieren.

Gemeinsam mit Gregor Schmalzried werfen wir einen neuen Blick auf KI: nicht aus der IT-Perspektive, sondern aus Sicht von Kommunikation, Kultur und Führung.

Vernetzt Euch und diskutiert mit:
– Gregor Schmalzried: https://www.linkedin.com/in/gregorschmalzried/
– Ulrich Irnich: https://www.linkedin.com/in/ulrichirnich/
– Markus Kuckertz: https://www.linkedin.com/in/markuskuckertz/

© Digital Pacemaker Podcast 2026

Transkript

Gregor Schmalzried

Glaube und hoffe, dass wir ein bisschen klar mehr Klarheit darüber haben werden, was tatsächlich menschliche Skills sind in dieser Zukunft, weil meine Erfahrung ist bisher nicht die, dass je besser die KI wird, desto weniger hab ich zu tun. Eher das Gegenteil, ich hab immer mehr zu tun. und und und es ist auch sehr interessant zu beobachten, wie während die Modelle besser werden, dann doch manche Sachen gleich bleiben. Also es gibt immer hier diese Grafiken, wo man dann sieht, wie die Fähigkeiten in Softwareentwicklung oder so, die gehen dann so wie hoch, wie der, wie die, wie der Hockeyschläger und dann guckt man sich das an und denkt, O. K., das war es. Aber es gibt, glaub ich, auch bestimmte Fähigkeiten, die gar nicht so gestiegen sind, gar nicht so gewachsen sind.

Markus Kuckertz

Herzlich willkommen zum Digital Pacemaker Podcast mit Uli Irnich und mit mir, Markus Kuckertz. Lieber Uli, ich begrüß dich und ich muss sagen, ich hab mich diese Woche wirklich gefragt, führen wir denn eigentlich K.I. Unternehmen eigentlich komplett falsch ein und sind wir mit den Bordmitteln, die wir haben, vielleicht ein bisschen verloren, was die Entwicklung angeht? Was ist deine Beobachtung?

Ulrich Irnich

Ja, das guten Morgen, lieber Markus. Guten Morgen, Gregor. Ja, das ist in der Tat so. Ich glaub, wir versuchen neue Dinge so einzuführen, wie wir vor 30 Jahren auch Prozessveränderungen eingeführt haben. Ja, also deswegen glaub ich, und das beobachte ich schon bei vielen Unternehmen, dass da so ’ne gewisse Hemmschwelle drin steckt, aber auch gleichzeitig, wie man Leute ranführt. Ne, und du änderst ja an unsere letzte Folge A. I. Fluency, ne, also Es ist genau wie bei einem Fitnessstudio, ne, du lernst nur K.I., indem du es halt jeden Tag anwendest und das Unternehmen, in wo du, wo du dich halt, wo du logischerweise arbeitest, das halt auch zur Verfügung stellt. Ja, und deine Muskeln bauen sich genau die K.I. Muskeln bauen sich halt nur auf, wenn du es halt jeden Tag baust. Ja, und auch nutzt und damit logischerweise auch neue neue Erfahrungen sammelst. Ja, die sogenannte Experimental Learning ist ja das Ding, wo wir wirklich neue Dinge lernen, ne in in der Gemeinschaft und halt durchs Ausprobieren passiert das ja und und das muss ich ganz ehrlich sagen, das erlebe ich immer noch zu häufig, dass wir dann versuchen, mit alten Methoden was Neues einzuführen.

Markus Kuckertz

Wir wollen ja darüber reden, wie ich meine Organisation K.I. erkläre, ohne sie zu verlieren. Unser Gast ist heute Gregor Schmalzried. Gregor ist Journalist, Autor und Host eines der bekanntesten deutschsprachigen Podcast rund um künstliche Intelligenz. bei der ARD. Er schreibt unter anderem die Kolumne Schmalzrieds Zukünfte für Brand 1 und beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wie Technologie unsere Arbeit und unsere Gesellschaft verändert. Besonders spannend ist seine Perspektive. Er kommt nicht aus der klassischen I.T. wie wir, sondern schaut auf K.I. durch die Brille von Kommunikation, Kultur und Führung und genau das macht seine Einordnung für Unternehmen so wertvoll. Gregor, schön, dass du heute bei uns bist.

Gregor Schmalzried

Guten Morgen, Markus, guten Morgen, Ulli. Das ist total nett, du kannst gerne noch ein bisschen weiter über mich erzählen, so es macht viel Spaß.

Markus Kuckertz

Es geht gut rein, ne? Ja, wir wollen heute darüber sprechen, wie man K.I. in Unternehmen und großen Organisationen vermittelt und ja, lass uns einmal durch die Themen gehen. Wir wollen über K.I. und Gesellschaft sprechen. K.I. kann heute schon mehr als die meisten Menschen bereit sind zu nutzen. Es entsteht also eine Lücke, nicht in Technologie, sondern in unserer Fähigkeit mitzukommen. Dann wollen wir über K.I. und Unternehmen sprechen. jede große Technologie hat Unternehmen vor dieselbe Frage gestellt: Anpassen oder abgehängt werden? K.I. ist da keine Ausnahme, aber die Entwicklung läuft schneller als alles zuvor. Und wir wollen über K.I. und Führung sprechen. K.I. ins Unternehmen zu bringen, heißt nicht, ein Tool auszurollen. Es heißt, dein Team als Führungskraft auf eine Reise mitzunehmen. Lieber Uli, du sprichst ja regelmäßig mit Führungskräften, wenn du für Salesforce unterwegs bist, aus ganz unterschiedlichen Branchen. Und was begegnet dir denn gerade ein Unternehmen in Bezug auf K.I.? häufiger Aufbruchstimmung oder Verunsicherung?

Ulrich Irnich

Ich hab im Moment eine deutliche Aufbruchstimmung, ja, weil natürlich klar wird, dass das nicht mehr irgendwas ist, was irgendwie weggeht und eine Randerscheinung oder irgendein Gimmick ist, sondern tatsächlich alle Industrien nachhaltig beeinflusst, ja, und auch unsere gesellschaftliche Entwicklung beeinflusst. Ich glaub, Es ist also weniger die Frage, ist es Verunsicherung und Aufbruchstimmung, sondern für mich ist die erste Kernfrage, haben wir das gleiche Verständnis von diesen beiden Buchstaben? Ja, und da erleb ich sehr häufig, dass da viel halluziniert wird, ja, und auch aneinander vorbei geredet wird, ja, und damit würd ich mal anfangen. Aber deswegen bin ich auch total froh, Gregor, dich heute hier hier zu haben und dass wir da noch ein bisschen tiefer reinsteigen und wieder halt die die Menschen da auch ein Stück weit mit mitnimmst. und da kommen wir auch direkt mal zu meiner ersten Frage, lieber Gregor. Du erklärst jede Woche hunderttausende von Menschen K.I. und du bist natürlich logischerweise, berätst natürlich auch viele Unternehmen auf diesem Weg. Wo siehst du denn gerade die größte Kluft, wenn du mit den Menschen sprichst und Organisationen, was sie da wirklich umsetzen?

Gregor Schmalzried

Ja, ich schätze, da gibt es 2 verschiedene Hürden auf diesem Lauf oder so ’n paar Stopper, wo dann Die dafür sorgen, dass nicht alles ankommt am Ende. Das Erste ist wahrscheinlich einfach das Technische. Also, es ist schon auch noch so, dass in erstaunlich vielen Unternehmen gerade man froh ist, wenn man irgendwie GPT 4.1 einsetzen kann oder so. Und das sorgt natürlich auch ein bisschen für psychologischen Frust, glaube ich, wenn Leute es mittlerweile gewöhnt sind, dass zu Hause ihr Chatbot alle möglichen magischen Sachen macht und dann kommen sie in die Arbeit und sind auf einmal gezwungen, etwas viel Schlechteres zu benutzen. Das war ja früher nicht so. Also, wenn wir uns überlegen, wie die damals war, ich noch nicht dabei, muss ich fairerweise sagen, aber man erzählt mir, als es losging mit den Computern im Büroalltag, da war es sicherlich nicht so, dass man ins Büro kam und der Computer da war viel schlechter als der, den man zu Hause hatte, sondern da war es eher andersrum und das dreht sich gerade ’n bisschen. Also, wenn die Software, die man sozusagen von zu Hause mitbringen kann, besser ist als die, die das Unternehmen zur Verfügung stellt, dann kann das, glaub ich, auf Dauer nicht gut gehen. So, das ist der erste Stopper, aber der zweite Stopper ist wahrscheinlich noch ’n bisschen interessanter, weil das ist eher so der psychologische. Also selbst in Unternehmen, die ’nen total tollen Text-Stack haben, wo man die aktuellen Modelle benutzen kann, wo es auch Schulungen gibt, interne, also eigentlich alle, alle, alle Schachfiguren am richtigen Ort stehen. Selbst da gibt es diese Adoptionsprobleme, gibt es diese Fragen, na ja, warum sind denn diese ganzen magischen Versprechen nicht noch nicht wahr geworden, die wir vor 23 Jahren gehört haben? Und ich glaube, die Frage ist ’n bisschen komplizierter zu beantworten, werden wir sicherlich gleich auch noch machen, aber ich würd sagen, wenn es eine Sache gibt, die da das in einem Satz zusammenfasst, dann ist es, man kann halt nicht alle Prozesse auf einmal anpassen, man kann nicht auf einmal in eine neue Ära aufbrechen, indem man alles abbricht und neu baut, sondern das ist ein längerfristiger Umbauprozess. Und weil K.I. so einfach aussieht, weil es so aussieht, als würde man einfach nur einen Text in eine Textblase stecken und dann kommt die richtige Antwort dabei raus, lässt sie diesen Prozess vielleicht manchmal einfacher aussehen, als er tatsächlich in der Realität erscheint.

Markus Kuckertz

Gerade gesagt, es ist technisch eigentlich über K.I. schon eine Menge mehr möglich, als ein Unternehmen vermutlich verwendet wird und ja, wir müssen uns mal anschauen, was K.I. heute schon alles kann, Texte schreiben, Bilder erzeugen, Code produzieren. Ja, und dann mal in ein Unternehmen schauen, wie du es eben beschrieben hast, was da von dem Alltag der meisten Menschen wirklich ankommt. Wie groß ist denn die Lücke zwischen dem, was K.I. kann und was wir tatsächlich machen und ja, wie schlimm ist es denn, dass wir diese Lücke jetzt gerade nicht ausfüllen?

Gregor Schmalzried

Ich glaub, die ist gigantisch, die wird ja immer schlimmer, das ist das Hauptproblem. Also als so, ChatGPT relativ frisch war und die ersten irgendwann kamen vielleicht die ersten Reasoning-Modelle und so, da gab es noch manchmal diesen Gedanken von: ‚Na ja, das wächst ja alles zusammen.‘ Also jetzt gerade gibt es vielleicht ein paar Enthusiasten, die sind voraus, aber langfristig werden wir einfach alle das Gleiche haben, alle das Gleiche nutzen und dann hat sich das wieder schon so ist es, würde ich sagen, mit dem klassischen Personal Computer passiert. Das genaue Gegenteil passiert aber bei K.I. Wir sind jetzt in der Situation, wo diejenigen, die weit fortgeschritten sind, die ihre eigenen Systeme da gebaut haben, kaum noch mit denen reden können, die eher am Anfang stehen. Also, ob ich ChatGPT, selbst wenn ich das nutze und nur ’n bisschen als Suchmaschine vielleicht hernehme, ich verstehe gar nicht mehr, was mein Kollege meint, wenn er sagt, er hat jetzt seinen eigenen Agenten hier implementiert und und und jetzt hier Daten mit da verknüpft und das passiert jetzt alles, während er aufm aufm Rennrad sitzt. So, wir sprechen mittlerweile 2 verschiedene Sprachen und das ist, glaub ich, schon ’ne Gefahr, weil früher oder später wird uns diese Spannung auf die Füße fallen.

Markus Kuckertz

Es gab ja schon einige Technologiesprünge in der letzten Dekade, die wir als Gesellschaft ja mitgemacht haben, Internet, Smartphones, Social Media war ein ziemlich großes Ding und die Leute sind ja irgendwie dann doch immer mitgekommen. Was macht denn K.I. diesmal anders und warum tun sich denn so viele Menschen schwerer als bei früheren Sprüngen?

Gregor Schmalzried

Meine Vermutung wäre, dass K.I. eine sehr viel individuellere Technologie ist. Also Social Media kann ich letztlich auch nur insoweit benutzen, wie die App mir das erlaubt. Ich kann nicht auf einmal sagen, ich bau jetzt mein eigenes soziales Netzwerk und mach da meine eigenen Sachen damit. Das geht auf einmal mit mit K.I. Also, ich hab sehr viel Freude und auch Druck verspüre ich dabei, wie ich mein eigenes K.I. System gerade aufsetze. Das ist ’n kontinuierlicher Prozess. Es fühlt sich auch an, als würde man ’ne ganze Zeit Feuer löschen und feststellen, dass man irgendwas falsch gemacht hat und dann hier noch mal Sachen verbessern und dann hier, das könnte noch ’n Skill sein und hier könnte noch ’ne Integration stattfinden. Also, es ist permanentes Management, was das von einem erwartet, aber. E. Es ist halt am Ende auch ’n Prozess, den ich niemand anderem so überstülpen kann. Also mein K.I. System, was ich für mich baue, das funktioniert auch wirklich nur für mich und ’ne andere Person könnte damit gar nicht arbeiten. Finde ich einerseits total toll, weil das ja bedeutet, dass Menschen auch ihre individuellen Prozesse da viel besser repräsentieren können als in klassischer Software, wo wir einfach gezwungen waren, das zu nutzen, was alle nutzen. Aber es benötigt natürlich dann auch ’n größeres Anfangsinvest. einer Person, weil man nicht einfach das nehmen kann, was alle machen und gut ist.

Markus Kuckertz

Uli, wenn du mal so auf die Technologiesprünge schaust und wie du das erlebt hast, was ist da deine Beobachtung?

Ulrich Irnich

Also grundsätzlich haben wir ja schon jetzt seit ein paar Jahrzehnten das Smart Tech Law, ne, dass Technologieentwicklung massiv schneller ist als Organisationsentwicklung. Ja, und diese Kluft hat immer größer wird. Da steckt aber auf der anderen Seite auch jetzt gerade, so wie Gregor es beschrieben hat, eine Chance, gerade was KI angeht, diese Kluft wieder ein Stück weit zu schließen, ne? Weil du damit logischerweise halt auch so dieses Gap, ne, aus, ne, wir fassen auf den demografischen Wandel zu, ne, also. irgendwann werden ein Großteil der Arbeitnehmerinnen und Nehmer quasi in ihren wohlverdienten Ruhestand gehen. Ja, das wird große Lücken reißen, also gerade in den Prozessen, die Unternehmen aufgebaut haben, ne. Auf der anderen Seite, und das ist halt das, das was mich im Moment sehr begeistert, deswegen kann ich so ein bisschen die Euphorie von Gregor nachvollziehen, das aufzubauen, mitzugestalten und du siehst halt jeden Tag Ergebnisse, ne. Das ist bei Softwareentwicklung, bei großen Projekten nicht unbedingt immer der Fall, dass du das siehst, ne, sondern das ist ein bisschen wie handwerkliches Geschick, du siehst jeden Tag deine Ergebnisse, ja, und gleichzeitig kannst du halt skalieren, weil deine digitalen Agenten logischerweise ein Großteil der Aufgaben übernehmen können, ja, und das ist halt ein Unterschied zu einem typischen Large Language Modell, wo du halt mit Sprache arbeiten kannst, ja, wo du halt jetzt tatsächlich auch Prozesse arbeiten kannst. Da steckt aber auch eine Lernerfahrung dahinter, nämlich die da, die die heißt. Plötzlich werd ich viel produktiver, kann viel mehr machen. Jetzt muss ich aber auch ein Stück weit mich selber disziplinieren, weil das Ding löst halt auch was mit in dir aus, ne? Weil du, du hast irgendwie den Druck und und also den positiven Druck, immer was Neues zu bauen, Neues zu erfinden, neu zu machen. Ja, und im gegen im Gegensatz zu jetzt hast du jede Menge Agenten, die für dich Arbeit machen, kommt, kommt es also so geht es mir zumindest, kommst dir vor, also ob du immer weniger Zeit hast, weil du immer mehr Zeit da rein investierst. Ja, also das ist schon ’n kleines Paradoxum, um ganz ehrlich zu sein, aber das ist halt auch ’ne Erfahrung, die wir, die wir lernen müssen zu sagen, O. K., wie disziplinier ich mich denn eigentlich damit, dass mir jetzt solche Tools halt gewisse Freiheiten schenken, ja, und ich die nicht halt wieder reinstecke in das Ganze, in das Schwungrad, ja, um damit logischerweise halt auch ’n Stück weit, ja, ich sag mal, Regeneration, Erholung für mich selber zu haben.

Markus Kuckertz

Wir sind ja öfter mal bei uns hier so in unserer kleinen oder vielleicht gar nicht so kleinen Tech-Bubble unterwegs und verlieren dann manchmal vielleicht den Blick für Menschen, die gar nicht so den Anschluss an K.I. haben oder es nicht so im Alltag präsent haben. Was ist da deine Beobachtung? Siehst du da eher gerade Neugier, sich das auch zu Nutzen zu machen oder vielleicht sogar eher den Reflex, die Augen zu verschließen und zu sagen, das ist mir alles gerade wirklich zu viel und vielleicht, vielleicht geht das auch an mir vorbei?

Gregor Schmalzried

Ich glaube, es gibt alles und das macht es auch so interessant. Also, es, ich würde sagen, die problematischen Einstellungen sind am Ende eines Spektrums. Am einen Ende hat man diejenigen, die vielleicht vor einem Jahr mal was damit ausprobiert haben, haben eine falsche Antwort bekommen und dann gesagt: ‚Ja, gut, dann ist es wohl nichts für mich.‘ Und das ist seitdem so ein bisschen abgehakt. Auf der anderen Seite hat man diejenigen, die sich natürlich ganz aktive Sorgen machen, weil sie merken, das ist ’ne Technologie, die immer besser wird und das, was die K.I. da kann, das ist jetzt schon besser als vor 2 Jahren. Wo ist das in 2 Jahren? Braucht es dann mich eigentlich noch? Das heißt, auf der einen Seite wird K.I. dann, würd ich sagen, stark unterschätzt, auf der anderen Seite möglicherweise auch überschätzt und dazwischen gibt es natürlich alle möglichen Schattierungen und oft so viele Strategien. zielen dann nur so auf eine dieser Schattierungen ab. Also dann geht es einfach nur darum, Leute davon zu überzeugen, doch das ist wirklich gut, oder Leute davon zu überzeugen, nein, aber dein Job ist noch sicher. Aber man muss, glaube ich, eine Möglichkeit finden, K.I. auch als etwas darzustellen, was Menschen gerne in die Hand nehmen wollen. Und das fehlt manchmal. Für mich ist das dieses Bild, dass eben ich immer noch die Entscheidung übernehme. Das muss nicht bedeuten, dass ich alles händisch abnicke, aber dass ich einfach weiß, die K. I. handelt, weil ich es ihr sage. Also jeder Prozess, der angestoßen wird durch meinen Agent, durch meine, durch, durch meine Bots, was auch immer es ist, ja, der geht letztlich darauf zurück, dass ich diesem Tool eine Infrastruktur und eine Aufgabe und ein Ziel gegeben habe. Und wenn man das macht, dann fühlt es sich ziemlich gut an, weil dann fühlt man sich so, als hätte man alles im Griff, was ich auch habe. so, aber aber das ist für viele ’n bisschen schwer greifbar, glaub ich. Vor allem, es gibt da auch Umfragen dazu, die zeigen, dass diejenigen, die am wenigsten K.I. nutzen, sich die meisten Sorgen machen über diese Technologie. Und wenn man Leute nur dazu bekommt, da ’n bisschen aktiver zu sein, dann dann wird das in der Regel besser. Aber habt ihr das Gefühl, dass das in euren Branchen dann anders ist? Ich hab fast das Gefühl, dass es in I.T. manchmal die ähnlichen Aufteilungen gibt.

Ulrich Irnich

Ja, total. Also da glaube ich, das ist, das ist ja das Interessante, ne, gerade mit diesem Thema Genic und das, was gerade stattfindet, das betrifft ja alle Branchen, ne, das jetzt nicht irgendwie, dass du sagst, oh, das ist irgendeine Branche aus, mal abgesehen vielleicht von handwerklichen Berufen, ja, also da, wo du wirklich haptisch arbeiten musst, aber alles, wo Knowledge Work stattfindet, all diese Branchen sind betroffen, ja, und ich glaube, du siehst da 2, wir, wir nutzen natürlich diese Tools auch sehr intensiv für unsere eigenen Software Developer und auch da erkennst du 2 Muster, da siehst du den Entwickler, der sagt, OK super, jetzt kann ich viel mehr Code machen, kann auch viel mehr testen und kann auch viel mehr Dinge machen und diese Tools einsetzt und du findest aber auch noch die Menschen, die sagen, nee, Code ist etwas, das erstelle ich und das ist das Wichtigste, was ich mache und da lass ich keine KI ran, ne und ich glaub, die dieses Spannungsfeld ist im Moment da. Ja, und ich glaub, das was früher mal so I. T. Technologie Herrschaftswissen, ne, so nach dem Motto, ich bin derjenige, der Technologie versteht und sonst keiner, das bricht ja komplett auf, ne. Also mittlerweile kannst du ja, ich sag mal, dein Softwareprogramm und deine Entwicklung relativ einfach selber entwickeln. Ja, Ich glaub zwar nicht, dass jetzt System of Records einfach durch K.I. ersetzen kann, das wird schwieriger werden als als vielleicht der ein oder andere glaubt. Ja, aber ich sag mal so, das Thema, ich muss jetzt jede verschiedene Programmiersprache, also ich mein, ich muss noch fort dran lernen, ich muss noch mit Debug arbeiten, ich muss noch in Turbo Pascal in C. plus plus arbeiten und das wir jedes Mal eine neue Sprache lernen. Ne, das heute, heute kannst du in also in natürlicher Sprache runterschreiben, was du eigentlich haben willst und schon kriegst du einen Code. Ja, das, was du noch machen musst, ist natürlich schon testen, retesten, gucken, dass deine Maintenance für deinen Code machst, ne, aber das ist schon deutlich einfacher geworden und so wie das bei einem Softwareentwickler erlebst du das eigentlich in fast jeder Domäne, ja, also dass du immer noch, ne, und ich glaub, dass das typisch menschlich ist, du, du hast so eine Gruppe von Vorläufern, dann hast du so eine so eine träge Gesellschaft, die irgendwie dazwischen hängt und welche, die versuchen halt das zu bewahren, was sie schon immer getan haben, ja, und ich glaub, die Menschen mitzunehmen, ne, das ist Markus, du erinnerst dich noch an unser Bild, wie, wie setzt Transformation ein, Transformation setzt ein, indem du den Sitzer zum Geher machst, den Geher zum leichten Läufer, den Läufer zum Läufer, ja, also, aber du musst nicht den Sitzer jetzt direkt in den Läufer reinbringen, sondern du musst halt gucken, dass ’ne Bewegung reinkommt.

Gregor Schmalzried

Aber das find ich interessant, ich hab Was ich nämlich manchmal mache bei Menschen, die eigentlich gar nicht so technisch versiert sind, ist, ich bringe denen jetzt Debugging bei. Also natürlich nicht das, was quasi das klassische Debugging ist in der in der Softwarearbeit. Aber das Prinzip dahinter, ich habe meinen Code, ich gucke, was macht dieser Code und dann, je nachdem, nach den Erfahrungen, die ich damit mache, bearbeite den noch mal. Das ist letztlich Prompting oder das ist die beste Methode, um beim Prompting vorzugehen. und und das, das ist ja kein, ist ja kein Zufall, dass es in der I. T., dass es in der Softwarewelt die größten Fortschritte bisher gibt. Einmal natürlich, weil das alles, weil die großen Silicon Valley Anbieter natürlich alle für sich auch entwickeln, die bauen ja die Tools, die sie selber brauchen. Aber ich hab schon noch das Gefühl, dass wir alle ’n bisschen mehr zu Programmierern werden durch diese, durch diese Prompting Technologie.

Markus Kuckertz

Ich ganz spannend finde, ist, wenn wir uns mal auf die Unternehmensrealität oder die uns die Unternehmensrealität mal anschauen, dass eigentlich die Leute privat schon wirklich unglaublich viel mehr machen, also auch sich viel mehr zutrauen und das auch vielleicht so ein bisschen im stillen Kämmerlein, aber dann den Strukturen, die sie so in größeren Organisationen vorfinden, das nicht so ausleben und das, obwohl Vorstände und Führungskräfte natürlich den Druck haben und sagen, ja klar, K. I. müssen wir tun, versprechen wir uns so total viel. konnten und wenn man sich mal so überlegt, ja, woran das liegt, da liegt das, liegt das natürlich irgendwie so an den verkrusteten Strukturen, aber ich hab manchmal auch den Eindruck, gerade wenn das so die Generation ist, die so vielleicht aus der Windows 95 Ecke kommt und ja, schon mal so erlebt hat, dass man so durch technologischen Fortschritt irgendwie so einen kleinen persönlichen Vorteil sich erarbeitet hat, dass für viele das vielleicht sogar problematisch ist zu sagen, ja, Mensch, aber jetzt hab ich ja mal wieder was, wo ich dann irgendwie vielleicht schon Montag Mittag fertig bin mit meiner Aufgabe, wo andere dann die ganze Woche verbrauchen und den Vortrag kann ich eigentlich für mich nutzen und das machen die vielleicht dann ungern transparent. Gregor, wie sind aber deine Beobachtungen in dem Bereich, wenn, wenn, wenn du so mit Leuten sprichst, stellst du das auch oft fest, dass die Leute vielleicht auch schon eine ganze Menge mehr machen oder was beobachtest du im Unternehmen?

Gregor Schmalzried

Ja, die Frage ist, gibt es einen Incentive sozusagen, diese Zeit zu reinvestieren? Das ist nicht unbedingt immer der Fall. Ich glaube, es ist auch kein Zufall, dass viele von den begeistertsten K.I. Nutzern, die ich so kenne, das sind entweder Selbstständige, die quasi direkt was davon haben, wenn sie mehr Zeit bekommen und neue Projekte machen können, oder Leute, die es halt einfach gerne tun. Also die einfach Freude daran haben, interessante Lösungen zu Sachen zu finden. Es gibt doch dieses Zitat von Bill Gates, was ich jetzt bestimmt falsch wiedergebe, aber wo er vor, wo er vor Jahrzehnten mal gesagt hat, die besten Leute, die man einstellen kann, sind die Faulen, weil die finden den einfachsten Weg, irgendein Problem zu lösen und und es gibt nichts, was das für mich besser darstellt, als die Vorstellung von jemandem, der 2 Tage damit verbringt, einen Prozess aufzusetzen, damit er damit in Zukunft jetzt jeden Tag 5 Minuten spart. Weil das, so fühle ich mich die ganze Zeit und man ist sich auch nicht immer sicher, ob das denn dich am Ende tatsächlich wieder rechnet. Aber es geht manchmal auch ums Prinzip.

Markus Kuckertz

Und wenn du gerade Unternehmen besuchst und vielleicht auch noch vergleichst und ja mal vergleichst, Unternehmen, die bei K.I. wirklich vorankommen oder wo du siehst, nach deinen Maßstäben, Mensch, da passiert wirklich was, die verändern sich. Was machen die, die erfolgreicher sind, denn konkret anders? Und gibt es vielleicht da Muster, die du vielleicht sogar siehst, aus denen man dann vielleicht sogar Empfehlungen ableiten kann?

Gregor Schmalzried

Also ich glaub, die die die Incentive Struktur ist wichtig. Also Leute müssen tatsächlich das Gefühl haben, es bringt ihnen was, wenn sie in K.I., wenn sie selbst in K.I. investieren. Das fehlt oft. Ist natürlich auch schwierig, weil viele Unternehmen haben das Problem, dass jeder eigentlich genug zu tun hat und eher zu viel und dann hat man dieses Paradox, dass diejenigen, die quasi die Unterstützung am nötigsten haben, am wenigsten Zeit damit verbringen können, diese Unterstützung herbeizuführen. Das ist so das eine. Ich ’ne Sache, die mich sehr interessiert, ist aber auch das Zusammenspiel zwischen, ich nenn es mal, horizontaler Innovation und vertikaler Innovation. Also die klassische Top-Down, Innovation. Hier ist eine neue Software, die nutzen wir jetzt, bitteschön. Die funktioniert natürlich, wenn ich ’n neues Reiseplanungstool oder so einführe, aber sie funktioniert wahrscheinlich nicht bei A.I. Gleichzeitig, was auch nicht bei A.I. funktioniert, ist die komplett horizontale Variante. Nämlich hier haben jetzt alle ’n Chatbot, mach mal was, mach mal was damit. Das funktioniert auch nicht. Das bedeutet, es braucht hier was anderes, was was ’n bisschen komplexer ist. Es braucht. wahrscheinlich so ’n bisschen Champions innerhalb der Teams. Es braucht ’nen konstanten Flow von unten nach oben, dass innerhalb von den vertikalen Strukturen quasi klar ist, was die Leute brauchen und das ungerecht und das umgesetzt werden kann. Aber es braucht eben auch eine horizontale Bereitschaft, sich damit zu beschäftigen. Das heißt, dieses Prinzip, Use Cases auszuarbeiten, Use Cases zu testen, besser zu werden als Organisation, das muss so ’n bisschen, das das benötigt so ’n bisschen alle an an Bord und das macht es so spannend, aber auch schwierig, glaube ich.

Ulrich Irnich

Ja, und gerade in Unternehmen musst du ja auch ’n paar Voraussetzungen dafür schaffen, ne? Also, das eine Themenweisen, das sage ich allen C. E. O. s, mit denen ich spreche, ihr müsst ’ne Entscheidung treffen, welche der Geschäftsprozesse wollt ihr wirklich autonom auch mit Agenten abbilden. Das ist keine Bottom-up-Entscheidung, da sind ja wirklich Top-Down Entscheidung, weil dann brauchst du, ne, wenn man dann so ’n bisschen abschichtet, brauchst du halt, ne, die, die, die Unternehmen sind in Silos groß geworden und die Silos hatten alle ihren guten Zweck, nämlich zu sagen, das ist ’ne klare Struktur, ich hab ’n Chef, ich hab ’ne Abteilung und ich weiß, was ich tun muss und welche Ziele dahinter sind. So, wenn ich aber jetzt anfange, das horizontal aufzubrechen, dann muss ich logischerweise dafür auch die Datenstrukturen schaffen, weil 1 ist auch klar, ne, Das kennen Markus nicht zur Genüge. Marketing spricht ’ne andere Sprache als Sales, spricht ’ne andere Sprache als Operation, spricht ’ne andere Sprache als IT. So und blöderweise sind auch in vielen Unternehmen die Datenstrukturen genauso angeordnet, sodass in der K.I. nicht damit arbeiten kann, ne. Wenn wir beide zu Hause sitzen und unsere Tools anwenden, dann kann die K.I. da total gut mitarbeiten, weil da gibt es nur einen Prozess und keine Silos, ja. Aber in Unternehmen muss das ’n Stück weit ich sag mal, geschaffen werden. Ja, und ich glaube, das ist noch der größte Sprung, die Datenverfügbarkeit sowohl der strukturierten als auch der der Metadaten für die K.I. Ja, und K.I. darf halt kein Tool sein, was irgendwie so daneben ist, sondern muss permanent im Workflow sein. So, und ich glaub, auf der Reise sind gerade Unternehmen, aber wie weit du sagst, sie sind noch nicht da und deswegen spürst halt auch diese. diese dieses Gap zwischen was erlebe ich zu Hause und was erlebe ich gerade in Unternehmen ist nicht, dass die die Rechnerkapazität dafür nicht geeignet ist, das sind die Strukturen, die dafür nicht da sind, ja und die müssen geschaffen werden und da bin ich bei dir, da hilft es immer gemeinsam dann auf so ein auf so ein entschiedenen Prozess Automatisierung gucken und dann gemeinsam an den Themen zu arbeiten und die dann halt zu ermöglichen.

Markus Kuckertz

Und wenn man mal den Halbanteil von von K. I. nimmt, würd ich sagen, für viele Unternehmen entwickelt sich das ja so rasant, dass man dieses dieses Gefühl wahrscheinlich in der Organisation entwickelt, man kommt gar nicht mit, was vielleicht dann auch so ist. Und na ja, so Konzerne und Großunternehmen sind natürlich eher langsam strukturiert, reguliert, managen Risiken, Ressourcenknappheit. Gregor, was würdest du denn sagen, wie groß ist denn die Gefahr, dass so klassische Organisationen, die so groß sind, sowohl Unternehmen als auch natürlich öffentliche Organisationen, das Tempo ja dann eben gar nicht strukturell mitgehen können. Ist das für deren Zukunft langfristig das Aus oder gibt es da noch Hoffnung?

Gregor Schmalzried

Ja, also die Gefahr ist, glaub ich, da sind wir uns alle einig, sehr akut, dass das das das ist, glaub ich, keine Nischenmeinung. Also es ist ja auch so, dass ich glaub, es ist ’ne Führungsfrage, auch einfach klar, wie du sagst, und und Führung tut sich, glaub ich, schwer in dieser Situation, weil man ja auch als Führungskraft gerade ’n bisschen konfrontiert ist mit ständig widersprüchlichen Aussagen und sehr selber jetzt wahrscheinlich zu viel zu tun hat, als dass man seine gesamte Zeit da reinstecken könnte, die Technologie wirklich zu 100% zu verstehen. Das bedeutet, es passiert oft, dass Führungskräfte entweder vielleicht ’n bisschen sich genauso auf diesem Spektrum quasi ’n bisschen zu zu weit auf einer Ecke eingenistet haben, entweder indem sie sagen, ja, also es wird schon alles halb so wild, wir warten jetzt mal ab Oder was natürlich auch vorkommt, dass Führungskräfte erwarten, dass ihre Unternehmen auf einmal jetzt 50% produktiver werden, weil es gibt ja jetzt K.I., das kann ja, das kann das jetzt ja alles. Auch das kommt vor und ist nicht unbedingt allzu zuträglich, weil das natürlich einmal auch bisschen herausfordernd ist für die Teams, die das dann umsetzen müssen. Aber auch wenn das dann nach hinten losgeht und wenn die erwarteten 50% Produktivitätssteigerung auf einmal ausbleiben, was passiert dann? Dann klassischerweise ist das, was dann Unternehmen ganz gerne machen, das als geschaltetes Experiment abhaken und das war es. Das kann es auch nicht sein. Also ich glaub, es ist deswegen eine sehr wichtige Zeit für für Führung auch hier und und eine, die man die man ernst nehmen sollte.

Markus Kuckertz

Was würdest du denn sagen, was was müssen denn vielleicht Führungskräfte in ihrer Situation heute anders machen als ja vor 2 Jahren? Ist vielleicht ja, ist auch schon ’ne ganz gute Zeit, aber vielleicht erst vor 5 oder 10 Jahren.

Gregor Schmalzried

Ich denke, man, man braucht einen sehr genauen Draht zu zu allen im Unternehmen, nicht dass Führungskräfte das nicht schon vorher gebraucht hätten, aber was so konkrete technische Umsetzung angeht, eben diesmal auch. Man muss wirklich genau verstehen, was brauchen die Leute eigentlich, das ist oft nicht ganz gegeben, sondern oft nimmt man halt eben immer noch die Lösung, die halt irgendwie am einfachsten ist. aber nicht unbedingt die Richtige für für für die Teams. Und wenn man das ein bisschen verbindet mit dem, was ich gesagt habe über die Incentives, also wenn einfach klar ist, es gibt Leute, die sich hervortun, ich seh das in meiner Arbeit auch immer wieder, dass es oft in Teams so einzelne Leute gibt, die total Bock haben, die richtig gut sind, die das Ganze viel besser verstehen als ihre Chefs. das heißt nicht, dass man die jetzt befördern muss, das oder dass man die jetzt auf ’ne Führungsebene hoch kicken muss, das wollen die oft gar nicht, aber man muss quasi einfach eine Möglichkeit finden, von deren Verschwissen und Verständnis zu profitieren und das fehlt. Also diesen Raum zu schaffen, dass diejenigen, die sich damit auskennen, die das verstehen, sich das auch wirklich dieses Potenzial heben können und den Rest ihrer Teams mitnehmen, ist vielleicht die wichtigste Aufgabe aktuell.

Ulrich Irnich

Oder einfach, ja absolut, stimme ich vollkommen zu. Ich würde einen draufsetzen. Ich glaube, ich kann mir als Führungskraft nicht raus tun, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen, halt selber zu lernen, ja, und mich auch selber zu qualifizieren, ja, das ist nicht, ich hab mal irgendwo ’n Artikel gelesen und jetzt bin ich K.I. Experte, sondern ich muss mich damit auseinandersetzen, ja, und das sieht halt auch ’ne Organisation, ne, mache ich das ernsthaft, ja, tue ich das, lebe ich das vor, wende ich das an, ja, oder tue ich das nicht. Ja, und ich kann als Führungskraft nicht erwarten, dass die Menschen das tun, was ich, was ich predige, wenn ich es selber nicht tue. Ja, also daher ist das, glaube ich, sehr wichtig. Ja, und das ist auch nicht schlimm zuzugeben, dass man gewisse Dinge nicht versteht, dafür ist ja ein Team da. Ja, und das halt auch offen zu geben und hat auch eine gewisse Verletzlichkeit da zu zeigen. Im Gegenteil, das ist sogar super, weil das schafft halt dieses gemeinsame Lernen auf dem Umfeld. Ja.

Gregor Schmalzried

Ich hab vor kurzem von einem amerikanischen C. E. O. gehört, der seine Briefings, die ihm sein Team macht, eigentlich nicht mehr liest, sondern sich einfach immer selbst brieft mit K. I. Diese Sachen passieren schon irgendwie auch. Also es gibt mittlerweile so komische Parallelstrukturen, die sich da, die sich da auftun und ich glaub, man wird in ’n paar Jahren ziemlich eindeutig merken, wer von den Führungskräften jetzt am Ball war und wer nicht.

Markus Kuckertz

Führungskraft muss ich natürlich auch mal balancieren, mach ich so meinen ganz normalen Betrieb, schau ich, dass das hier gut läuft, dass ich meine Risiken aus dem Weg kriege oder geh ich ’n Weg von Innovation, was da vielleicht für uns noch mal ’ne Idee, was ist denn so ’n Incentive oder vielleicht ’n gutes Beispiel oder ’ne gute Story, die das belegt, dass es sich manchmal dann schon auch lohnt, vor allem jetzt in Sachen K.I., den.

Gregor Schmalzried

Innovativen Weg zu gehen. Das Problem ist, dass die großen Anwendungsbereiche Bereiche immer noch ’n bisschen Zeit brauchen. Also es dauert, es, es gibt, es gibt immer, immer mal wieder diese Rechnungen von welche K.I., welches K.I. Projekt rechnet sich bereits und das sind aktuell noch gar nicht so viele, was eben auch darin liegt, dass die, die das größte Potenzial haben, natürlich ’n hohes Anfangsinvest hatten von Zeit, von Geld und wir müssen ’n bisschen abwarten zu gucken, was davon jetzt tatsächlich funktioniert. Ich glaub, die allerbesten Sachen sind die, die, die die Zukunft direkt mitdenken. Also man weiß, na ja, die Modelle sind jetzt so gut, wir kommen jetzt mal so weit, aber wir sind jetzt mal smart und bauen das direkt so, dass wir, wenn es, wenn demnächst ’n neues Modell rauskommt und dieses neue Modell besser ist als das letzte, direkt davon profitieren können. Und das hat ’n riesigen Vorteil, weil wenn man das einmal so baut und das einfach mitdenkt, dann freut man sich auf den nächsten Fortschritt und hat keine Angst davor. Weil man genau weiß, O. K., ich skalier jetzt mit, ich skaliere sozusagen mit der ganzen Revolution. Wenn man das einmal schafft und ich kenn Unternehmen, wo das einigermaßen funktioniert, dann gibt es ’n völlig anderes, gibt ’n wirklich anderen Blick auf die Technologie, weil man, weil man weiß, man, man reitet ’ne Welle und wird nicht von ihr überrollt, sag ich mal.

Markus Kuckertz

Uli, wie ist deine Sicht?

Ulrich Irnich

Ja, also bei Salesforce leben wir das Thema Customer Zero, ne. Also zu sagen, bevor wir es Kunden anbieten, machen wir das erstmal selber, ja. Und das ist eigentlich ’n ganz gutes Prinzip, nicht eigentlich, das ist ’n gutes Prinzip, weil wir haben angefangen, wir haben 4 solcher großen Agented Cases bei uns ausgewählt. Das eine Ding ist, was machen wir mit den ganzen Sales Leads, die wir nicht bearbeiten können, weil wir gar nicht so viele Vertriebler haben. Und das haben wir mal ausgerechnet, ne? Für unsere letzten 10 Jahren waren das über 100000000 Pipeline, die liegen geblieben sind, weil wir gar nicht die Leute dafür hatten. So, das machen jetzt mittlerweile Agenten, ja, also wirklich digitale Labor, die qualifizieren diese Leads, ja, fragen auch beim Kunden nach, bereiten die soweit vor, dass nachher der Vertriebler weiter drauf machen kann. Das heißt, er kriegt bereits ’n qualifizierten. Lead vor und damit bearbeiten wir pro Woche knapp 50000 Anfragen auf auf unseren auf unseren Seiten auf unseren Interaktionen mit Kunden. Ja, und das hilft halt dem Vertriebler zu fokussieren und gleichzeitig verhindert es, dass wir irgendwelche Potenziale einfach liegen lassen. Ja, tut keinem weh, sondern schafft erstmal dafür, dass man, ich sag mal, das Potenzial ausschöpft. Ja, das zweite Ding ist so gerade Hilfe, ne. Also wenn Mensch, also wenn Kunden Supportanfragen oder sonstige Dinge haben, da werden mittlerweile 50% aller Anfragen von den Agenten bearbeitet und zwar selbständig abgeschlossen und das kannst du halt jede Woche sehen, ne, das ist immer so und alles, was sie nicht beantworten können, wird eskaliert, wird dann halt logischerweise an Menschen weitergeleitet, ja, und das sind für mich so Beispiele, wo halt dann auch die Organisation sieht, guck mal, das ist super, ne, das, das hilft uns auch in unserer Weiterentwicklung und Salesforce stellt weiterhin Leute ein, ne, aber nicht mehr ist halt einfach mal in allen Bereichen, sondern in den Bereichen, wo wir jetzt sagen, da setzen wir jetzt ’n Fokus drauf und das ist halt, glaub ich, auch als Unternehmen, muss sich jedes Unternehmen stellen, auf welchen Fokus lenk ich jetzt quasi meine weiteren Investments und was lass ich halt als Routine bereits jetzt von von sogenannten Digital Labour abarbeiten, ja, und das andere Thema ist halt gerade, wenn du, wenn du so auf Unternehmen so ’n Stück weit guckst und diese Beispiele machen es ja dann und sehr greifbar für jeden, weil ich glaub, die Chance, die jetzt so ’n Stück weit einherkommt mit den neuen Möglichkeiten, ist zum einen, dass wir konverselle Interaktion mit sowohl internen Mitarbeitern, aber auch mit unseren Kunden haben. Also nicht mehr, nicht was früher mal so Chatbot war, ne, wenn, stell ’ne Frage, da kommt irgend ’ne Antwort aus dem Kontext herausgelöst, sondern wirklich Konversationen führen, ja. Und das andere ist halt gerade Voice, ne, das haben wir ja letztes Mal auch in der Diskussion mit Eleven Labs so ein bisschen diskutieren. Unser natürliches Interface ist Sprache. Ja, und warum ist die Interaktion mit Unternehmen innerhalb des Unternehmens mit mit den Kunden so schwierig, wenn keine vernünftige Voice Integration da ist? Ja, und ich glaub, da stecken halt auch für Geschäftsprozesse ganz neue Möglichkeiten.

Gregor Schmalzried

Das da war jetzt so viel auf das, wo wo man glaub ich eine ganze Folge drüber machen kann. Ich find einen Punkt ganz am Anfang, den du gemacht hast, total spannend und zwar dieses, Wenn wir jetzt zusätzlich quasi die Leads weiterverfolgen können, die einfach vorher liegen geblieben wären, das ist natürlich auch, das ist natürlich ’ne schöne Story, auch weil man ja weiß, OK, das sind die, wir machen jetzt Dinge möglich, die vorher einfach nicht möglich waren und dieser Schritt, der ist auch noch nicht unbedingt überall so tief verankert. Also oft geht es eben dann doch noch. OK, ja, wie können wir den Prozess, wie wir ihn bisher haben, halt irgendwie ’n bisschen einfacher machen oder ’n bisschen schneller oder ’n bisschen besser und das ist auch in Ordnung. Aber die eigentlich nachgelagerte Frage, die sich dann relativ schnell auch automatisch stellt, na ja, ist dieser ganze Prozess nicht eigentlich ’n bisschen aus der Zeit gefallen, dann und das und das geht auch in kleinerem Maße. Also ich hab vor kurzem bei einer Agentur ’n kleines K.I. Projekt zusammen durchgeführt, wo wir darüber gesprochen haben, wie schaffen wir es besser mit Ausschreibungen umzugehen. Und der erste Schritt war: OK, es gibt ’ne Menge Ausschreibungen. Können wir nicht einmal alle unsere wichtigen Daten hinterlegen und dann lassen sich dieser und dann und dann schicken wir da ’ne Ausschreibung rein und bekommen direkt ’n schönes Briefing, was wir, was wir dann weiter bearbeiten können. Das wäre sozusagen die einfache Bearbeitung und das hat ja auch schon geholfen. Aber die nachgelagerte Frage ist natürlich, aber müsste man in diesen ganzen Prozess jetzt nicht eigentlich anders denken? Also müsste man nicht einfach von vornherein sämtliche Ausschreibungen automatisch abchecken lassen. Und Und sich dann überlegen, an welchem Punkt lassen wir ’nen Menschen sozusagen seinen eigenen Senf dazugeben. Und das war ’ne sehr interessante Debatte, auch rauszufinden, wo dieser Punkt ist. Also, wie lange möchte man die Agents mit dieser Ausschreibung rumhantieren lassen, bevor ein Mensch da mal reinkommt und Bescheid gibt. Hier wär übrigens meine Meinung dazu. Und bei uns war die Lösung relativ früh, also früher als ich, glaub ich, erst gedacht hätte, aber weil die, weil der, weil der Erfolg des Prozesses dann doch davon abhängig, dass ’n Mensch mit einer schönen urteilsbehafteten Idee halt noch mit rein kam. Also die Ideen, die der Mensch geliefert hat, waren einfach besser als die, die der Agent geliefert hat, aber die Umsetzung hat dann natürlich ganz anders funktioniert und das ist so ’n völlig anderer Prozess jetzt als am Anfang und man wäre wahrscheinlich nicht darauf gekommen, wenn man einfach nur gesagt hätte, K. I. ist jetzt ’n zusätzliches Hilfsmittel, was wir irgendwo einsetzen, sondern nur dann, indem wir K. I. schon auch irgendwie als als Infrastruktur begreifen und als etwas, was natürlich die Dinge auch in ’ne Richtung tragen kann, wo wir uns bisher gar nicht reingetraut hätten.

Markus Kuckertz

Wenn du jetzt ’n Mitarbeitenden von mir oder von Uli raten müsstest, der total lost ist und der sich überlegt, na ja, ich würd da ja gerne irgendwie reinstarten in die K.I. Reise und ich hab vielleicht auch schon mal ChatGPT auf meinem Handy runtergeladen, hab damit auch schon mal bisschen rumgespielt. Was würdest du dem denn sagen, womit er sich heute im April 2026 beschäftigen müsste? Was sind denn so die 23 Sachen, mit denen man auf jeden Fall als als ganz normaler Mitarbeitender mal ja sich beschäftigen sollte?

Gregor Schmalzried

Darf es im privaten Kontext sein oder muss es von der I.T. sanktioniert sein.

Markus Kuckertz

Gute Frage, aber ja, stimmt.

Gregor Schmalzried

Also eine Sache, das ist super, billig, aber was ich in der Arbeit, bei meinem Arbeitskontext, einfach mal die K.I. fragen, was die für einen tun kann, ist was, was, was, was sehr simpel ist und erstaunlich weit führt oft. Also oft sagen Leute, ich weiß gar nicht, was ich damit machen soll und dann sag ich, erklär der K.I. einfach mal, was du machst den ganzen Tag und dann liefert sie direkt 10 tolle Ideen. Oh, das ist ja wirklich interessant damit. Also das passiert oft und weil du sehr spezifisch gefragt hast nach April, was gut ist, weil sich ständig alles ändert. Ich glaube, wenn wenn man sich grundsätzlich dafür interessiert und auch wirklich ’n Blick darauf haben möchte, wo die Reise hingeht, ist das Einfachste und Beste, was man tun kann, ’n bisschen Claude Claude Fan zu werden. Claude Account einmal zumindest in die Bezahlvariante investieren, man kann die ja wieder kündigen nach einem Monat, wenn man merkt, dass man es nicht braucht, aber einmal gucken, was was Claude so her zeigt und die Desktop App dafür benutzen. Also mit Claude Cowork und Claude Code, was bedeutet, dass da eben die die K.I. auch interagieren kann mit dem eigenen Laptop. Also in dem Moment, in dem man zum ersten Mal sieht, wie so ’n Agent die eigenen Rechnungen sortiert oder so, das macht was mit einem, da kapiert man O.K., hier tut sich was und und hat dann auch ’ne ganze Menge Motivation weiterzumachen. Also Claude Claude Cowork runterladen und vielleicht die ersten 23 Skills aufsetzen und gucken, wie man mit denen arbeitet. Das ist was, das ist in einem Nachmittag gemacht und man ist dann, würde ich sagen, weiter als 99% der Bevölkerung.

Markus Kuckertz

Und das macht also dann ja auch ein bisschen spürbar für den Einzelnen, wenn wir jetzt mal so ein bisschen den Sprung wagen und vielleicht mal so ein bisschen ja Vision oder vielleicht mal ein wenig weiter denken. Was würdest du denn vor allem Unternehmenskontext sagen, wenn wir jetzt mal vielleicht 5 Jahre weiter schauen, vielleicht dann doch als weiterer Zeitpunkt, aber da ist ja noch schon wieder einiges an Zeit vergangen. Ja, wie, wie sieht die Welt im Unternehmenskontext denn dann aus, was glaubst du, wie schnell wird sich das jetzt verändern und woran erkennen wir diese Veränderungen, wie wird das spürbar für uns?

Gregor Schmalzried

Das ist die gefährlichste Frage, die du bisher gestellt hast, weil das ich weiß es natürlich nicht. Also ich hoff, also ich, ich, ich formulier das jetzt auch mal ein bisschen als Hoffnung. Ich glaube und hoffe, dass wir ein bisschen klar, mehr Klarheit darüber haben werden, was tatsächlich menschliche Skills sind in dieser Zukunft. Weil meine Erfahrung ist bisher nicht die, dass je besser die K. I. wird, desto weniger hab ich zu tun. Eher das Gegenteil, ich hab immer mehr zu tun. und und und es ist auch sehr interessant zu beobachten, wie während die Modelle besser werden, dann doch manche Sachen gleich bleiben. Also, es gibt immer hier diese Grafiken, wo man dann sieht, wie die Fähigkeiten in Softwareentwicklung oder so, die gehen dann so wie hoch, wie der, wie die, wie der Hockeyschläger und dann guckt man sich das an und denkt, O. K., das war es. Aber es gibt, glaub ich, auch bestimmte Fähigkeiten, die gar nicht so gestiegen sind, gar nicht so gewachsen sind. Also, Claude ist immer noch zum Beispiel sehr manipulierbar, wenn ich ihm sage, hey, ich hätte ’ne Idee, wie man das machen könnte, so und so, dann ist Claude völlig davon überzeugt, dass das die beste Idee ist. Das heißt, so was Urteilsvermögen angeht, tun die sich sehr schwer und ich bin mir nicht sicher, ob es da eine technische Lösung dafür gibt, vielleicht, aber ich hab sie, zumindest hab ich bisher keinen Hinweis darauf gesehen. Claude ist heute, obwohl es deutlich smarter ist, immer noch genauso beeinflussbar wie vor 3 Jahren. Also. Ich, ich, ich glaube, da sind wir hoffentlich ’n bisschen klarer und ich denke auch, dass es völlig normal sein sein wird, dass wir einfach alle umgeben sind von A.I. und wir haben die letzten 2 Jahre viel damit verbracht zu versuchen, da so ’n Frame dafür zu finden. Also, ich erinner mich noch an diese Phase, die ’n bisschen aufgehört hat, worüber ich mich freue, als wir die ganze Zeit irgendwelche K.I. Mitarbeiter oder so onboarden mussten. Hier ist Bubu, unser Buchhaltungsbot. Es hat also für mich hat es ehrlich gesagt nie Sinn gemacht. Vielleicht gibt es manche Leute, die das total toll finden. Ich fand es immer ein bisschen strange. Ich glaube, das wird aufhören. Ich glaube, wir werden KI jetzt nicht so anfangen zu personifizieren. Also, hier ist jetzt mein Bot, der macht genau das. Und wenn du eine Buchhaltungsaufgabe hast, gehst du zu Bubu absurd. muss nicht sein, sondern K.I. wird eher ’n bisschen diffuser und allgegenwärtiger sein. Also wie die Macht in Star Wars, die ist einfach um uns rum, überall und und wenn wir wissen, wie dann können wir die auch richtig channeln und das richtige Zeug damit anstellen. Aber wir werden uns, wir werden uns nicht so aktive Gedanken darüber machen, sondern es wird einfach normal sein.

Markus Kuckertz

Für euch beiden für das spannende Gespräch und wie immer an dieser Stelle wollen wir natürlich auch ’n bisschen drüber nachdenken, was nehmen wir denn eigentlich aus der Folge mit und der liebe Uli, der macht immer gern den Anfang.

Ulrich Irnich

Sehr gerne, also ich nehm so 3 Dinge mit, das erste ist, wir kommen aus, wir sind in so einer K.I. Frustration, ne, also Gregor, ich nehm noch mal ein bisschen das Beispiel, früher war die Technologie immer besser im Unternehmen als zu Hause, das Ding hat sich jetzt gerade so ein bisschen gedreht, ja, und ich glaub, diese Kluft ist einfach da und die Kluft muss gemeinsam überwunden werden. Das ist so Thema Nummer 1. Ja, Thema Nummer 2, was ich mitnehme, ist halt, wir, wir, wir müssen uns auf das, was da kommt, so ein Stück weit freuen, ja, weil es schafft halt logischerweise neue Möglichkeiten, ja, und diese Möglichkeiten, die wir damit schaffen, ne, also ich denk jetzt gerade mal an deine Zukunftsfrage, Markus, ne, zu sagen, wenn jetzt, wir haben alles digitalisiert, jetzt kommt, sind wir eher so in der Phase der, des Autonomen, ne, wir haben autonome Putzroboter, wir werden autonome Hilferlein haben und ich bin mir ganz sicher, dass diese Helferlein irgendwann mal so Superagents sind, die halt ’n Großteil dieser Aufgaben abwickeln, ja, und unsere Aufgabe wird halt sein, auch ein Stück weit dieses, dieses neu erfinden unserer eigenen Fähigkeiten so ’n Stück weit mit zu forcen, ne, also nämlich zu sagen, Menschen für Impact Machines for Routines, ja, ich sag mal, es kann keine Erfüllung sein, Excel 10 von links nach rechts zu kopieren, das kann es nicht sein, auch wenn wir dafür Geld kriegen. Ja, sondern die Frage ist halt, wie nutzen wir die Fähigkeiten, adaptieren das bei uns und nutzen damit logischerweise die Dinge, die aus menschlicher Sicht wesentlich sind, ne, wie Empathie, wie Unternehmertum, wie Erfindergeist und all diese Dinge, wie kombinieren wir diese Dinge. Ja, das ist, glaub ich, für uns wichtig und da spielt die Führungskraft eine wesentliche Rolle. Ja, und das ist halt auch so das dritte Thema, ich kann nur ’n Unternehmen und die Menschen im Unternehmen aus in die neue Welt führen, wenn ich vorgehe und halt auch entweder mit meinem privaten Cloud Account oder sonstige Dinge selber lerne und dieses Wissen halt auch teile und auch die Verwundbarkeit zeigen. Und dieses Experimental Learning, das ist so für mich so das das Hauptthema, all diese neuen Dinge lernen wir in der Gemeinschaft besser. Und das ist wie Fahrradfahren, wir laden Fahrradfahren nicht durchs Buch lesen, sondern durchs Ausprobieren, durchs Hinfallen, durch Wehtun, wieder aufstehen und neue Dinge machen. Und das bei K.I. genauso, es tut halt nur nicht so weh, wenn man hinfallen.

Markus Kuckertz

Gregor, hast du noch Gedanken?

Gregor Schmalzried

Ja, also jetzt hast du jetzt ist gerade Fahrradfahren, davor hattest du noch übers Gym geredet, ich glaube, das passt alles ganz gut in in 1, ne, also das ist, das ist was, was ich, glaub ich, noch mitnehmen würde. Also diese K.I. als auch einfach ’ne Bewegung, die man oft genug macht und dann versteht man es und das bedeutet nicht unbedingt, dass man jetzt alles exakt verstehen muss. Ich find es auch interessant, wie ihr die technischere Rollen habt als ich und und auch aus ’nem technischeren Hintergrund kommt. Am Ende geht es auch bei euch, scheint mir gar nicht so sehr jetzt nur um die technischen Lösungen, sondern um um um die Hand, die die Hantel hebt, sozusagen, oder den Fuß, der das Pedal tritt, finde ich in gewisser Weise spannend und auch ein bisschen ermutigend, weil das heißt, am Ende sitzen wir alle im selben Boot.

Markus Kuckertz

Euch beiden und Gregor, auch vielen Dank an dich für deine Zeit und dass du hier mit uns heute dich auf eine Episode eingelassen hast.

Gregor Schmalzried

Vielen Dank, sehr gerne, hat viel Spaß gemacht.

Markus Kuckertz

Das war der Digital Pacemaker Podcast mit Gregor Schmalzried. Folgt uns jetzt auf der Podcast-Plattform eurer Wahl und verpasst keine unserer Folgen. Viel Spaß und bis bald. Euer Uli und Markus.

Ulrich Irnich

Rock ’n‘ Roll.